Solider Februar bei den Bergbahnen

Die Schweizer Seilbahnen verzeichnen in der Wintersaison 2025/26 bislang ein
mehrheitlich positives Ergebnis. Zwar liegen die Gästezahlen bis nach den Sportferien
3 % unter dem ausserordentlich starken Vorjahr, gegenüber dem Fünfjahresdurchschnitt
jedoch 12 % höher. Der zunächst milde Winter war insbesondere für kleinere, tiefer
gelegene Skigebiete herausfordernd. Der Kälteeinbruch und die Schneefälle im Februar
sorgten für eine spürbare Entlastung.

Für das Saison-Monitoring wertet der Branchenverband Seilbahnen Schweiz (SBS) die
Gästeanzahl (Ersteintritte) von über 120 Mitgliedern aus der ganzen Schweiz aus. Die nun
vorliegenden Zahlen erlauben eine Analyse zum Start der Wintersaison bis zum 28. Februar
2026.


Reichlich Schnee im Februar
Der Wintersportmonat Februar war meteorologisch von starken Gegensätzen geprägt: Auf eine
längere Phase mit ergiebigen Schneefällen bis in tiefe Lagen folgte ein frühlingshafter
Monatsausklang. Isoliert betrachtet profitierten insbesondere Skigebiete in tieferen Lagen bis
1’500 m ü. M.) vom Neuschnee und verzeichneten ein Plus von 3 % gegenüber der
Vergleichsperiode. Demgegenüber registrierten Destinationen in mittleren Lagen (1’500 bis
2’000 m ü. M.) einen Rückgang von 4 %, während höher gelegene Skigebiete über
2’000 m ü. M. ein Minus von 3 % auswiesen. Die Schliessungstage von höher gelegenen
Skigebieten während den hochfrequentierten Sportferienwochen sind hier zu spüren. Für tiefer
gelegene Gebiete bedeutete der Februar 2026 damit nach einem schwierigen Saisonstart eine
spürbare Entlastung.


Regionale Unterschiede
Die regionale Betrachtung der bisherigen Saison von Saisonstart bis Ende Februar 2026 zeigt
ein differenziertes Bild: Während das Wallis mit einem Plus von 2 % einen leicht günstigeren
Saisonverlauf als 2024/25 aufweist und Graubünden auf hohem Vorjahresniveau stagniert,
verzeichnen die übrigen Regionen Rückgänge, die Ostschweiz mit -11 % sogar spürbar (vgl.
Abb. 1).

Nur hoch gelegene und grosse Skigebiete mit Zuwächsen
Die Auswertung der Gästezahlen nach Höhenlage für die bisherige Saison bestätigt das
erwartete Bild: Besonders anspruchsvoll verlief der Winter bisher für Gebiete unter
1’500 m ü. M. Sie verzeichneten im Durchschnitt 8 % weniger Gäste als in der
Vergleichsperiode. Gebiete in mittleren Lagen zwischen 1’500 und 2’000 m ü. M. registrierten
ein Minus von 3 %. Destinationen oberhalb von 2’000 m ü. M. hingegen konnten im Vergleich
zum Vorjahr einen Gästezuwachs erzielen (vgl. Abb. 2).

Vergleich mit dem 5-Jahresdurchschnitt
Das gegenüber dem Vorjahr in vielen Regionen verhaltene Bild relativiert sich in einem
längeren zeitlichen Kontext. Im Vergleich zum 5-Jahresdurchschnitt (der auch einen
Coronawinter umfasst) fällt die Saison insgesamt positiv aus. So lagen die Ersteintritte um 
12 % über dem 5-Jahresschnitt. Regional zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede: Die
Zuwächse reichen von 3 % in der Ostschweiz bis 23 % im Tessin (vgl. Abb. 3).

Dank technischer Beschneiung konnte die Wintersaison solide starten. Der ergiebige
Naturschnee im Februar war wichtig für die Natur, und besonders für das Angebot in der
zweiten Winterhälfte. «Wir hoffen, dass die warmen Temperaturen mit dem vielen Schnee
noch viele Schneesportbegeisterte in die Berge locken. Die Unternehmen bieten tolle
Programme an mit vielen Festivals und Konzerten im März und April», gibt sich Berno Stoffel,
Direktor Seilbahnen Schweiz, zuversichtlich.


Über Seilbahnen Schweiz
Seilbahnen Schweiz (SBS) ist der Verband der Schweizer Seilbahnbranche. Die
Branchenvertretung hat rund ordentliche 350 Mitglieder aus allen Regionen des Landes,
darunter sämtliche grosse und mittelgrosse Unternehmungen, aber auch viele kleinere Bahnen.
Der Verband vertritt die gemeinsamen Anliegen und Interessen der Mitglieder und fördert ihre
Zusammenarbeit. Daraus ergibt sich ein breites Spektrum von Aktivitäten, das von der
Vertretung gegenüber Behörden über die Mitgliederberatung bis zur Öffentlichkeitsarbeit reicht.
Seilbahnen Schweiz hat seinen Sitz in Bern und betreibt zudem ein Ausbildungszentrum in
Meiringen im Berner Oberland.

Über das Saison-Monitoring
Im Rahmen des Saison-Monitorings werden die Gästezahl (Ersteintritte) für den
Personentransport der Seilbahnunternehmen analysiert und monatlich aktualisiert. Das
Monitoring umfasst eine Analyse von über 120 Seilbahnunternehmen in der gesamten Schweiz,
was einen zeitnahen Blick auf die Saisonentwicklung erlaubt. Über 90 Prozent des Umsatzes
der Bergbahnen in der Schweiz ist durch diese Untersuchung abgedeckt.
Die Erhebung der Ersteintritte erfolgt seit Winter 2023/24 weitgehend automatisiert von den
Zutrittssystemen. Die Entwicklung der Dateninfrastruktur ist teilfinanziert von Innotour (SECO),
in Zusammenarbeit mit Manova GmbH, Skidata (Schweiz) GmbH und Axess AG

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