Weckruf zu den Regierungsratswahlen auf der Alp Stätz Tourismusallianz Graubünden im Dialog mit der Bündner Politik

Die Tourismusallianz Graubünden lancierte beim frühmorgendlichen Schneesport und einer
Podiumsdiskussion die Regierungsratswahlen 2026. Rund 80 Teilnehmende – Touristiker:innen
und Politik-Interessierte sowie die Regierungsratskandidaten:innen in corpore – folgten
der Einladung zum «Early Bird 2026».

Um 6.30 Uhr zog der Skilift ab Proschieri in Parpan die ersten Gäste des «Early Bird 2026» hoch
in Richtung Stätzerhorn. Mit dem frühmorgendlichen Schneesport und dem darauffolgenden Programm
eröffnete die Tourismusallianz Graubünden (GastroGraubünden, HotellerieSuisse Graubünden,
Bergbahnen Graubünden) die Regierungsratswahlen 2026.
Die Relevanz konstruktiver Rahmenbedingungen für die Tourismusbranche
Der von Bergbahnen Graubünden 2010 ins Leben gerufene Anlass findet alle vier Jahre anlässlich
der Regierungsratswahlen statt, «und steht für ein klares Bekenntnis zum Dialog zwischen der
Tourismuswirtschaft und der Bündner Politik», sagt Markus Moser, Präsident Bergbahnen Graubünden.
So wurde das «Early Bird» dieses Jahr auch zum ersten Mal im Namen der Tourismusallianz
Graubünden durchgeführt. «Weil es zielführend ist, dass die drei Branchenverbände gemeinsam
auftreten, um die Interessen des Tourismus zu benennen», so Jürg Domenig, Geschäftsführer
HotellerieSuisse Graubünden.
Nach dem Schneesport genossen die Teilnehmer:innen bei einem Brunch auf der Alp Stätz den
informellen Austausch. Diskutiert wurde mitunter «die hohe Relevanz optimaler Rahmenbedingungen
zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit, auf welche die Tourismuswirtschaft als kantonaler Wertschöpfungsmotor
seitens der Politik angewiesen ist», wie GastroGraubünden-Präsident Franz
Sepp Caluori betonte.
Acht Regierungsratskandidaten:innen bewerben sich
Danach fühlte Moderator Andri Franziscus, selber Hotelier, den acht Regierungsratskandidaten:innen
bei einer Podiumsdiskussion auf den Zahn. Er stellte folgende aktuellen Themen ins Zentrum:
die Abschaffung des Eigenmietwerts, die Förderpolitik des Kantons und die Herausforderungen bei
der Realisierung touristischer Infrastrukturen, den demografischen Wandel und die Wohnraumpolitik
für Mitarbeitende und die einheimische Bevölkerung. Letzteres Thema benannte Nora Saratz
Cazin (GLP) als eines ihrer Herzensangelegenheiten, dabei gelte es, die «heissen Kartoffeln anzufassen
und die unbeliebten Themen anzugehen.» Die Gemeindepräsidentin von Pontresina ist
eine von vier Regierungsratskandidat:innen, die sich neu zur Wahl stellen. Ebenfalls mit ihren Argumenten
präsentierten sich neu für den Regierungsrat Valérie Favre Acola (SVP), Aita Zanetti
(Die Mitte) sowie Maurizio Michael (FDP).
Derweil konnte Moderator Franziscus den aktuell amtierenden Regierungsräten:innen Martin Bühler
(FDP), Marcus Caduff (Die Mitte), Carmelia Maissen (Die Mitte) und Peter Peyer (SP) bereits
nach zehn Minuten entlocken, dass sie alle im Falle einer Wiederwahl keine Wechselgelüste bei
der Departementsverteilung hegen würden.
Insgesamt lieferten sich die Kandidaten:innen einen fairen Schlagabtausch und konterten das teils
hartnäckige Nachfragen des Moderators souverän. Es ist davon auszugehen, dass die Diskussionen
bis zum Wahltag vom 14. Juni 2026 noch an Intensität zulegen werden.

Damit sind die Regierungsratswahlen 2026 lanciert. Marcus Gschwend, Geschäftsführer Bergbahnen
Graubünden, bedankte sich bei Gastgeber Reto Aeschbacher, dem CEO der Lenzerheide
Bergbahnen AG, für die Gastfreundschaft und resümierte: «Damit konnten wir das Wahljahr bei
herrlichem Wetter, besten Schneesportbedingungen, genussvoller Kulinarik und mit einer angeregten
Podiumsdiskussion eröffnen. Eine Visitenkarte für den Bündner Tourismus, die nicht besser
hätte sein können.»

Bildcredits:
Dani Ammann Photography