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Der Zeller Traum wird wahr

Rene Schuchter (Doppelmayr), Peter Onz (BL Schmittenhöhebahn AG), Gerald Stadler (Strabag AG), Erich Egger (Vorstand Schmittenhöhebahn AG), Hannes Mayer (Prokurist und technischer Leiter Schmittenhöhebahn AG), Sebastian Krösen (Hasenauer Architekten) und Albert Herzog (Herzog Bau).

Dr. Erich Egger (Vorstand Schmittenhöhebahn AG) betonte im Rahmen der Firstfeier der Sektion I des zellamseeXpress die Bedeutung der direkten Anbindung der Schmitten an das Glemmtal. Im Bild: Erich Egger mit dem Viehhofner Bürgermeister Reinhard Breitfuss.

Fritz Breitfuß, (Saalbacher Bergbahnen Gmbh), Isabella Dschulnigg-Geissler (Saalbacher Bergbahnen GmbH), Erich Egger (Vorstand Schmittenhöhebahn AG).

Die im zeitgemäßen Design geplante Talstation in Viehhofen sorgt für die Verbindung der beiden Skigebiete.

Das Vorarlberger Seilbahnunternehmen Doppelmayr ist für die planmäßige Abwicklung des Projekts verantwortlich.

Firstfeier: Bauarbeiten für die Sektion I des zellamseeXpress im Zeitplan

Die Bauarbeiten für die Sektion I der 10-Personen Einseil-Umlaufbahn „zellamseeXpress“ sowie für die neue Talstation in Viehhofen schreiten ohne Verzögerungen planmäßig voran und so konnte bereits am Freitag, 26. Juli zur Firstfeier geladen werden. Mit der neuen Bahn leitet die Schmittenhöhebahn AG eine neue Ära in der Geschichte der Schmittenhöhebahn AG ein – ist diese doch ab Winterstart 2019/2020 an den Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn angebunden. Die Eröffnung der ersten Sektion des zellamseeXpress wird am 07. Dezember stattfinden.

Bereits vor vier Jahren erhielt die Schmittenhöhebahn AG die Baugenehmigung für eine Zubringerbahn von Viehhofen auf die Schmittenhöhe. Der erste, obere und längere Streckenteil des „zellamseeXpress“ sowie die dazugehörige Tannwald-Abfahrt wurde bereits nach einjähriger Bauzeit im Dezember 2016 in Betrieb genommen. Im Dezember 2019 ist nun die Eröffnung des unteren Teilabschnitts bis zur Winkelstation auf 1.115 Meter Seehöhe geplant. Bei der feierlichen Firstfeier am 26. Juli konnten sich alle Projektverantwortlichen und Partner einen ersten Eindruck der ersten Sektion der Bahn sowie der neuen Talstation in Viehhofen machen.

Herausfordernde Bauarbeiten
Die Errichtung der Sektion I des „zellamseeXpress“ stellt die beteiligten Projektpartner vor die ein oder andere Herausforderung. Vor allem der Bau der Stütze 3 – eine von insgesamt sechs Stützen – in exponierter Höhenlage gestaltete sich herausfordernd, musste doch die 41 Meter hohe Stütze in einer Neigung von 20 Grad positioniert werden. Normalerweise werden derart hohe Stützen nur in gerader Bauweise errichtet. Wie bereits beim Bau der Sektion II ist das Vorarlberger Seilbahnunternehmen Doppelmayr unter der Leitung von Ing. Rene Schuchter für die planmäßige Abwicklung des Projekts verantwortlich. Erneut setzt man mit der D-Line von Doppelmayr auf Seilbahntechnik vom Feinsten.

Seilbahnarchitektur der Spitzenklasse
Verantwortlich für die Gestaltung der insgesamt drei Stationsgebäude des „zellamseeXpress“ zeichnet einmal mehr das mittlerweile auf Seilbahnen spezialisierte Architekturbüro Hasenauer Architekten aus Saalfelden, das dem tälerverbindenden Projekt vor der eigenen Haustür sein architektonisches Gesicht gibt. Während die Bergstation auf dem Salersbachköpfl auf 1.920 Meter Seehöhe den Berg in den Mittelpunkt rückt, steht die im zeitgemäßen Design geplante Talstation in Viehhofen für die Verbindung der beiden Skigebiete. Das imposante Infrastrukturgebäude mit Kassenanlage und Sportshop wird in zwei Geschoßen organisiert, die Bahnsteigebene wird über eine komfortable Rolltreppe erreicht und eröffnet den Wintersportlern einen großzügigen Einstiegsbereich. Die beeindruckende Optik wird bestimmt durch kühn hinausragende Gebäudeteile in Verbindung mit einer transparenten Gebäudehülle sowie eine klar und übersichtlich organisierte Gesamtanlage.

Innovative Seilbahn der nächsten Generation
Mit einer Förderleistung von 2.800 Personen pro Stunde werden die insgesamt 25 Kabinen der Sektion I auf einer Gesamtlänge von 535 Metern einen Höhenunterschied von rund 250 Metern überwinden – in weniger als 3 Minuten. Die Fahrt über beide Sektionen von Viehhofen auf das Salersbachköpfl mit Panoramablick ist in weniger als 12 Minuten zu bewältigen. Im Fokus der Planung standen neben Sicherheit und Komfort der Fahrgäste auch die Erfüllung von modernen Leistungskriterien wie energieeffiziente Antriebsmotoren und Nachhaltigkeitsaspekte durch Langlebigkeit und geringe Betriebs- und Instandhaltungskosten.

„Neues Tal, neues Glück“
„Dass die Bauarbeiten für die Sektion I des ‚zellamseeXpress‘ so reibungslos voranschreiten bringt uns unserem alten ‚Zeller Traum‘ nun rasch näher. Die Verbindung der Schmitten mit dem Glemmtal stellt schließlich auch die Weichen für eine neue Skidimension, entsteht doch so einer der größten und vielfältigsten Skiräume Österreichs“, freut sich Dr. Erich Egger, Vorstand Schmittenhöhebahn AG. Und der Bürgermeister von Viehhofen, Reinhard Breitfuß, ergänzt: „Ich bin überzeugt davon, dass der Bau der Talstation hier in Viehhofen beziehungsweise die direkte Anbindung an die Schmitten in Zell am See auch für den Ort nachhaltige Wirtschaftsimpulse liefern wird.“

Fakten zum zellamseeXpress, Sektion I

Anlage: 10-MGD
Förderleistung: 2.800 P/h
Fahrzeit: 2,7 Minuten
Fahrgeschwindigkeit: 6,0 m/s
Anzahl Kabinen: 25
Kapazität Kabine: 10 Personen
Ausstattung Gondeln: Sitzheizung, Einsprechanlage und W-Lan
Höhe Talstation: 865 m
Höhe Mittelstation: 1.115 m
Höhenunterschied: 250 m
Anzahl Stützen: 6

www.schmitten.at  

 

Bilder: © nikolaus faistauer photography