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DOPPELMAYR/GARAVENTA

© Garaventa

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Die D-Line setzt als Familienbahn neue Massstäbe in Wildhaus

Als erstes Skigebiet der Schweiz nahmen die Wildhaus Bergbahnen gestern Sonntag eine 6er-Sesselbahn der Generation D-Line in Betrieb, die mit allen Komponenten einer «Familienbahn» ausgerüstet ist. Auf Kinderfreundlichkeit und Komfort wurde besonderer Wert gelegt.

Die D-Line und all ihre Funktionen, die Doppelmayr/Garaventa bei der Entwicklung der neuen Seilbahngeneration umgesetzt hat, enthält 205 Neuerungen und 31 Innovationen, wovon 14 zum Patent angemeldet sind. Garaventa-CEO Arno Inauen betont den visionären Charakter der neuen Bahn: «Die D-Line bringt langjährige Tradition und Know-how mit topmodernem Design und den neusten technischen Errungenschaften zusammen. Bei der Entwicklung wurde besonders auf Fahrkomfort, leisen Betrieb, ansprechendes Design und zeitsparende Wartung geachtet. Auch die Familienfreundlichkeit der Bahn war bei diesem Projekt äusserst wichtig.»

Denn so attraktiv die Benutzung von Sesselbahnen vor allem für Kinder ist, bleiben doch auch einige kleinere Tücken: Schon der Einstieg kann zur Stressprobe für die ganze Familie werden, und während der Fahrt achten Eltern stets auf der korrekten Sitzposition der Kinder. Bei der Entwicklung der neuen D-Line in Wildhaus wurde diesen Gegebenheiten Rechnung getragen. Die neue Sesselbahn Oberdorf-Freienalp verfügt unter anderem über erhöhte Schutzfunktionen für Kinder und einen speziell bequemen Zustieg zur Anlage. Die Schliessbügel sind mit mittigen Fussauflagen ausgestattet, so dass ein Durchrutschen unmöglich ist. Bei der Stationsausfahrt schliesst sich der Schliessbügel automatisch. Durch eine Verriegelungsüberwachung wird sichergestellt, dass sich kein Sessel auf der Strecke befindet, bei dem der Bügel nicht geschlossen und verriegelt ist. «Wenn ein Fahrgast beispielsweise nicht richtig sitzt und so der Bügel nicht einrasten kann, stoppt die Bahn», erklärt Marcel Nussbaumer, Verkaufsleiter der Garaventa AG. Erst nach der Stationseinfahrt am Berg werden die Schliessbügel entriegelt und automatisch geöffnet.

Zur Unterstützung dieser Funktionen ist der Einstieg in der Talstation mit einem Förderband inklusive Hubtisch ausgerüstet. Wenn ein kleines Kind aufsteigen möchte, hebt sich der Hubtisch automatisch, damit sich das Kind mühelos auf den Sessel setzen kann. «Vorbei sind somit die Zeiten, in denen die Seilbahnmitarbeiter oder andere Fahrgäste die Kinder auf den Sessel heben mussten», sagt Urs Gantenbein, CEO der Wildhaus Bergbahnen. Dank diesem System ist es möglich, einen 6er-Sessel mit einem Erwachsenen und fünf Kindern zu besetzen. Dies im Gegensatz zu «normalen» 6er-Sesselbahnen, wo mindestens zwei Erwachsene vorgeschrieben sind. Vor allem für Schneesportschulen ist dies ein riesiger Vorteil.

Hoher Komfort dank modernster Seilbahntechnik
Die neue Sesselbahn zur Freienalp ist aber auch für erwachsene Passagiere speziell komfortabel. Die ergonomisch geformten Einzelsitze und die 520 mm breite Sitzfläche schaffen ausreichend Freiraum und sind mit dem edlen Logo der Bergbahnen bestickt, was für einen besonderen Hingucker sorgt. Die Sesselbahn ist mit leichten und aerodynamisch geformten Wetterschutzhauben ausgerüstet – auch bei kaltem Wetter oder Niederschlag gestaltet sich die Seilbahnfahrt so sehr angenehm für die Fahrgäste.

Technische Daten

Schräge Länge   1'289 m
Höhendifferenz   218 m
Fahrgeschwindigkeit   5.0 m/s
Förderseildurchmesser   43 mm
Förderleistung   2000 Pers. / h
Anzahl Fahrzeuge   54 Stk.


www.garaventa.com