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NEUE LÜNERSEEBAHN

Die neue Lünerseebahn in Brand.

Projektleiter Gernot Burtscher, Roland Schallert, Betriebsleiter Lünerseebahn, Markus Burtsche und Judith Grass - beide Geschäftsführung Golm Silvretta Lünersee Tourismus. © illwerke vkw/Schilcher.

Die Kabine für 65 Personen bietet ein besonderes Highlight - zwei im Boden eingelassene Fenster.

Mit modernster Seilbahntechnik zum schönsten Platz Österreichs

Nach einem knappen Jahr Bauzeit erstrahlt die neue Lünerseebahn komplett runderneuert in neuem Glanz. Zwischen den Gemäuern der Tal- und Bergstation entstand eine moderne Seilbahn, die die Besucher mit rund 10 Metern pro Sekunde auf den Berg und wieder ins Tal bringt. Am 8. August ging die neue Bahn in Betrieb. 

Wie die meisten Seilbahnen entstand auch die Lünerseebahn im Zuge des Kraftwerksbaus. Anfang der 1950er Jahre wurde von den damaligen Vorarlberger Illwerken der Bau einer Seilbahn zur Erschließung einer Baustelle und zur Abwicklung von Materialtransporten zum Lünersee in Auftrag gegeben. Nach dem Abschluss der Bauarbeiten wurde die Anlage für den öffentlichen Personenverkehr adaptiert.

Konzession abgelaufen
Seit dem 22. Juni 1959 bringt die einspurige Seilschwebebahn im Pendelbetrieb bergbegeisterte Sportler, Naturbegeisterte oder einfach nur Ausflügler verlässlich auf den Berg und wieder nach unten ins Tal. „Nach 60 Jahren lief die Konzession für die alte Bahn aus, sodass wir vor den Überlegungen zur Zukunft der Anlage standen. Es gab mehrere Varianten zur Diskussion – am Ende haben wir uns für diese Form der Erneuerung entschieden“, so Markus Burtscher, Geschäftsführer der Golm Silvretta Lünersee Tourismus GmbH, einer 100 Prozent Tochter der illwerke vkw AG.

Mehr Windstabilität, höhere Kapazität
Nachdem man sich für eine Generalsanierung der alten Bahn entschieden hatte, fiel im September 2019 der Startschuss für den Bau der neuen Lünerseebahn. In 8 Monaten Nettobauzeit entstand auf diese Weise eine komplett neue Anlage. „Aus dem Bestand haben wir lediglich die Gebäude der Tal- und Bergstation erhalten. Es war uns wichtig, im Sinne der Nachhaltigkeit auf dem Bestand aufzubauen“, erklärt Projektleiter Gernot Burtscher. Der Antrieb der Anlage des Weltmarktführers Doppelmayr/Garaventa befindet sich in der Bergstation. „Zwei Tragseile anstelle von einem sorgen nun für eine wesentlich höhere Windstabilität“ das hilft uns natürlich sehr, denn in den Bergen pfeift der Wind manchmal ganz ordentlich“ ergänzt Betriebsleiter Roland Schallert. Die Seile bringen bei einem Durchmesser von knapp 5 Zentimetern ein Gewicht von annähernd 32 Tonnen auf die Waage. Anstelle der beiden ursprünglichen Stützen wurde nur mehr eine größere, rund 28 Meter hohe Stahlstütze konzipiert. Komplett neu ist die nun 65 Personen (statt bisher 40) fassende Personenkabine, die als besonderes Highlight mit zwei im Boden eingelassenen Fenstern punktet.

In Windeseile nach oben
Mithilfe der neuen Bahn überwinden nun bis zu 475 Personen pro Stunde die rund 411 Meter Höhenunterschied vom Talschluss bis zum Lünersee. Oben angekommen, begeistert das herrliche Bergpanorama alle Besucher des im Oktober 2019 zum schönsten Platz Österreichs gekürten Naturjuwels. „Die Lünerseebahn zu erneuern war eine spannende Aufgabe. Den Arbeitsplatz an einem der schönsten Plätze Österreichs zu haben, war für unsere Teams noch ein besonderer Bonus“, so Gerhard Gassner, Geschäftsführer der Doppelmayr Seilbahnen GmbH. „Wir freuen uns sehr darüber, dass wir unsere Besucherinnen und Besucher jetzt endlich wieder nach oben transportieren können“, so die frisch nominierte GSL Tourismus-Geschäftsführerin Judith Grass, „von der Bergstation erschließt sich ein fantastisches Wandergebiet, das vom Gipfelerlebnis bis zum gemütlichen Seerundgang für jeden Geschmack etwas bereithält.“

Gesundheit der Besucher und Mitarbeiter im Mittelpunkt
Aufgrund der Covid-19 Pandemie wird die Eröffnungsfeier vorläufig verschoben. Der Betriebsstart der Anlage erfolgt unter Wahrung der Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit der Besucher und Mitarbeiter am 8. August. Bis auf Weiteres ist darüber hinaus die Maximalkapazität pro Fahrt auf 40 Personen beschränkt – in der Gondel gelten die Vorschriften für öffentliche Verkehrsmittel und damit eine Maskenpflicht.

Projekt: Lünerseebahn in Brand, Vorarlberg (AUT)
Schräge Länge: 893 m
Vertikale Höhe: 411 m
Geschwindigkeit: 10,0 m/s
Fahrzeit: 2,7 min
Fahrzeuge: 1 Kabine für 65 Personen
Förderleistung: 475 Personen pro Stunde und Richtung


www.illwerkevkw.at