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Salzburgs Seilbahnunternehmen rüsten sich für die kommende Wintersaison

Präsentierten die Investitionen der Salzburger Seilbahnwirt- schaft für die kommende Winter- saison: KommR Ferdinand Eder (Obmann der Fachgruppe Seilbahnen in der WKS und Prokurist der Schmittenhöhe- bahn AG), KommR Veronika Scheffer (Fachgruppen-Ob- mann-Stv. und GF der Zauchen- see Liftgesellschaft), Dr. Erich Egger (Vorstand Schmittenhöhe- bahn AG).

Landesrat Mag. Stefan Schnöll lobte die Investitionsfreudigkeit der Salzburger Seilbahnwirt- schaft.

Franz Hörl in Laune: „Wir sind gegen Snomax-Zusatz!“ "Wo grasen die Kühe zuerst? Auf den Pisten und dann in der Peripherie.“

Rico Wehrli und Alain Bovey von CWA mit Christian Felder vom Technikerkommitee.

Immoos-GF Österreich Thomas Reisch mit GF Werner Stark von pronatour.

CEO Karl Prammer von Frey Austria mit Salzburgs ÖSV-Präsidenten Bartl Gensbichler.

CEO Michael Mattesich von sitour mit Vorstand Wolfgang Hettegger (Snow Space Salzburg) und Toni Kirchgasser.

Franz Schenner, Netzwerk Winter, bedankte sich beim scheidenden Fachgruppen- obmann Ferdinand Eder.

Seilbahnwirtschaft investiert wieder kräftig

Salzburgs Seilbahnunternehmen investieren für die heurige Wintersaison 200 Mio. € in neue Anlagen, Komfortverbesserungen und effiziente Beschneiung. Veronika Scheffer übernimmt die Führung Salzburger Fach- gruppe bis 2020 und löst Ferdinand Eder an der Spitze ab. 2020 stehen Neuwahlen an und man fordert eine Verjüngung an der Spitze des Fachverbandes.

„Die vergangene Wintersaison ist für die Seilbahn- wirtschaft hervorragend gelaufen. Der viele Schnee und der Kalender waren maßgeblich für das Rekordergebnis verantwortlich.“ Dieses Resümee über den Winter 2017/18 zog Anfang Oktober der Obmann der Fachgruppe Seilbahnen in der WKS, KommR Ferdinand Eder. Eder übergab im Rahmen der Salzburger Seilbahntagung im Kongresszentrum in St. Johann sein Amt an seine Stellvertreterin KommR Veronika Scheffer von der Zauchensee Liftgesellschaft. Im Zuge der Wirtschaftskammer- wahlen 2020 wird dann unter anderen Dr. Erich Egger von der Schmittenhöhebahn AG als Obmannkandidat ins Rennen gehen. Weitere Interessenten stehen in den Startlöchern und ein Teil der Salzburger Seilbahner forder eine Ver- jüngung an der Spitze ab 2020.

Jetzt stehe der nächste Winter vor der Tür und die Branche sei dafür gut gerüstet, sagte Eder. Laut einer Umfrage der Fachgruppe werden Salzburgs Seilbahn- und Liftbetreiber für die Saison 2018/19 insgesamt 200 Mio. € (Vorsaison: 100 Mio. €) investieren. Zählt man die Investitionen der ver- gangenen elf Jahre zusammen, ergeben sich fast 1,5 Mrd. €, die die Seilbahnwirtschaft für Modern- isierungen und Verbesserungen aufgewendet hat. „Mit diesen Investitionen ist die heimische Seil- bahnwirtschaft der Motor für Konjunktur und Beschäftigung in den Salzburger Wintersportge- bieten“, unterstrich Eder. Die nachhaltige Wirkung auf andere Branchen wie etwa den Bau, die Gastronomie oder den Handel sei enorm.

2018/19 fließen 130 Mio. € in den Neubau und die Komfortoptimierung von Seilbahnen und Lift- anlagen. In Zukunft gehe die Entwicklung laut Eder weiter in die Schaffung von Großskiräumen, dort wo es topografisch Sinn ergibt, weil es die Kunden wünschen. Der Wintergast entscheidet über den Ort seines Urlaubs sehr stark nach der Größe des Skigebiets, auch wenn er es dann möglicherweise gar nicht in Anspruch nimmt.

Auf hohem Niveau bewegen sich daher auch die Investitionen für die technische Beschneiung. Sie liegen für die Saison 2018/19 bei 40 Mio. €. Der auf Salzburgs Pisten produzierte technische Schnee gehorcht dabei dem „Reinheitsgebot“, dem sich die Pistenbetreiber verpflichtet haben: Nur Wasser und Luft werden verwendet. Insgesamt werden 85% der rund 4.700 Hektar an Skipisten im Land Salzburg technisch beschneit. Weitere 30 Mio. € fließen heuer in Parkplätze, Pistengeräte, Service- und Gastronomieeinrichtungen.

Sommerbetrieb sichert Umsätze
„Als Nachfolgerin von KommR Eder für die nächsten eineinhalb Jahre möchte ich den Erfolgsweg der Salzburger Seilbahnwirtschaft fortsetzen“, betonte Scheffer. Weitere Investitionen in die Liftanlagen und allgemein in das Angebot am Berg seien ent- scheidend, um auch in Zukunft international eine führende Rolle zu spielen.

Ein besonderes Erfolgsprojekt der vergangenen Jahre sind die „Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen“, eine Initiative der österreichischen Seilbahnbranche zur Belebung des Bergsommers. 65 Betriebe haben sich österreichweit dazu entschlossen, den Seilbahnbetrieb im Sommer mit attraktiven Angeboten am Berg – vom Spielspaß für Familien bis zur Kultur – zu kombinieren. Qualitätschecks sichern das Niveau des Angebots. In Salzburg machen elf Bergbahnen mit den Themen Abenteuer, Familie, Genuss oder Panorama- und Naturerlebnis mit.

„Wir verzeichnen bei den Sommer-Bergbahnen eine sehr gute Entwicklung“, berichtete Scheffer. Zwar sei das Winterangebot naturgemäß viel stärker, man habe aber in relativ kurzer Zeit einen Umsatzanteil von 15% im Sommer erreicht – mit Tendenz nach oben. „Das gleicht das Winterrisiko ein wenig aus“, erklärte Scheffer.

Unterstützung für kleine Skigebiete
Gemeinsam mit dem Land Salzburg unterstützt die Seilbahnwirtschaft auch 2018/19 wieder Kleinstliftbetreiber aus dem von den beiden Partnern einge- richteten Unterstützungsfonds. „Die finanzielle Hilfe soll zum Erhalt kleiner Liftanlagen beitragen. Dadurch soll vor allem Kindern und Jugendlichen der Zugang zum Wintersport im Nahbereich ihres Wohnortes ermöglicht bzw. erleichtert werden“, betonte Scheffer. Der Zuschuss ist mit maximal 10.000 € je Skiliftunternehmen begrenzt, heuer werden insgesamt 100.000 € zur Verfügung gestellt. Die Aktion ist auch für 2019 bereits wieder fixiert.

Spannungsfeld Ökonomie und Ökologie
Auch CEO Egger unterstrich, dass es so wie in anderen Branchen in der Seilbahnwirtschaft keinen Stillstand geben könne. „Unser Ziel ist es, ältere Anlagen durch neue, effizientere zu ersetzen, die Pistenqualität und Sicherheit durch Adaptierungen und Investitionen in die Beschneiung zu verbessern und unseren Gästen eine Dienstleistung auf dem modernsten Stand der Technik zu bieten.“

Die Salzburger Skigebiete seien ein wichtiger Arbeitgeber und gleichzeitig ein Tourismusmagnet. Sie sichern die Wirtschaft im ländlichen Raum. „Aus diesem Grund ist es für uns schwer verständlich, wenn Investitionen und Skigebiets- erweiterungen kritisiert werden und die Seilbahnbetreiber als Zerstörer der Naturlandschaft bzw. Ressourcenverschwender hingestellt werden. Wir sehen uns durchaus dazu verpflichtet, mit der Natur schonend umzugehen, weil sie entscheidend für unseren Unternehmenserfolg ist.“

In diesem Zusammenhang kritisierte er die ausufernden Genehmigungsverfahren. „UVP-Verfahren sind generell zu aufwändig, langwierig und umfassend. Hier hoffen wir auf Verbesserungen durch das Standortsicherungsgesetz, um Verfahren entsprechend abzukürzen“, sagte Egger. „Unsere Infrastrukturen befinden sich in einem sensiblen Umfeld. Gerade deshalb sind Aktivitäten zum Erhalt der Natur sowie die Kommunikation und Sensibilisierung der Stakeholder besonders wichtig.“ Als größte Herausforderungen für die Zukunft der Branche sieht Egger neben dem Umweltthema den Klimawandel(speziell für niedrig gelegene Skigebiete) sowie die Mitarbeiterfrage.