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Sicher am Berg

Fabrice Girardoni (GF Bergbahnen Stuhleck/Sprecher der steirischen Bergbahnen), Gernot Deutsch (GF Heiltherme und Quellenhotel Bad Waltersdorf/Obmann Thermen- und Vulkanland Steiermark), Tourismuslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl, Erich Neuhold (GF Steiermark Tourismus) und Dieter Hardt-Stremayr (GF Graz Tourismus) in Graz bei der Winter-Pressekonferenz. © Steiermark Tourismus / Bernhard Loder

So rüsten sich Seilbahnen und Schlepplifte für den Corona-Winter

Die steirischen Seilbahn- und Schleppliftbetreiber bereiten sich für die Wintersaison vor. Im Sommerbetrieb hat sich gezeigt, dass sich die Anlagen trotz Corona sicher, effizient und vor allem auch für die Gäste bequem betreiben lassen. Mit Maßnahmen wie regelmäßiger Desinfektion, maximaler Beförderungskapazität und Schlauchschals für Gäste steht einer Skisaison nichts im Weg.

Schifahren ist ein Freiluftsport und gilt somit grundsätzlich als „coronasicher“. Das gilt auch für den Weg auf den Berg hinauf: Die meisten Lifte werden als offene Anlagen in Form von Sesselbahnen oder Schleppliften betrieben. Aber auch bei Kabinenbahnen ist für gute Durchlüftung gesorgt, darüber hinaus ist die Fahrtdauer bei diesen Bahnen mit weniger als 15 Minuten sehr kurz. „Fakt ist jedoch, dass in Österreich überhaupt nur 15 Prozent der Liftanlagen über eine Kabine verfügen. Der überwiegende Teil der Urlaubsgäste gelangt also unter freiem Himmel auf den Berg“, betont Fabrice Girardoni, Obmann der Fachgruppe Seilbahnen in der WKO Steiermark. Für alle Seilbahnanlagen gelten jene Vorschriften, die auch in öffentlichen Verkehrsmitteln zur Anwendung kommen: Also Maskenpflicht und Einhaltung eines Mindestabstands von einem Meter zu all jenen Personen, die nicht im selben Haushalt leben – sofern es die Verkehrslage erlaubt.

Schlauchschals und Infotafeln
Der Sommerbetrieb hat gezeigt, dass sich die Gäste in den Liften sehr kooperativ verhalten. „Die Regeln wurden gut angenommen, die zahlreich ausgehängten Infotafeln zeigen Wirkung“, erklärt Girardoni. Außerdem bringt der Winter selbst einen Vorteil mit sich: Durch die Kälte tragen alle Handschuhe, was den Hautkontakt mit diversen Oberflächen verhindert. Viele Schigebiete geben außerdem Gratis-Schlauchschals mit jeder Schleppliftkarte aus, an manchen Orten kann man sie an den Kassen kaufen. „Der Schlauchschal ersetzt die Maske – ist zugleich am Hals immer griffbereit und kann nicht vergessen oder verloren werden“, so der Fachgruppenobmann.

Schlangen vermeiden, regelmäßig desinfizieren
Auch in Wartebereichen an den Kassen und vor den Schleppliftanlagen sorgen die Betreiber mit Gästeleitsystemen dafür, dass die notwendigen Sicherheitsabstände eingehalten werden. „Um Menschenansammlungen vor den Schleppliften möglichst zu vermeiden, werden wir unsere Anlagen mit der höchstmöglichen Kapazität betreiben. Das bedeutet: maximale Geschwindigkeit und maximale Anzahl an Sesseln bzw. Kabinen“, gibt Girardoni Einblick in die geplanten Maßnahmen: „Alle Sessel, Griffe, Sitze und Kabinen werden außerdem regelmäßig mit Desinfektionsanlagen gereinigt. Das sorgt für maximale Sicherheit am Berg.“

Seilbahnen als Wertschöpfungsmotor
Dadurch, dass die Seilbahnen- und Schleppliftunternehmer den Wintertourismus im Land beflügeln und den Tourismus am Berg in dieser Form erst ermöglichen, kommt es auch bei anderen Betrieben zu touristischer Wertschöpfung. Der damit eintretende Multiplikatoreffekt liegt bei 7,4 – das heißt: Ein mit einer Seilbahn generierter Wertschöpfungs-Euro erzeugt also 7,40 Euro an Wertschöpfung in der Region. Über 1.200 Arbeitsplätze schaffen die Seilbahnen und Schlepplifte – an ihnen hängen weitere 6.700 in anderen Branchen. „Der coronasichere Betrieb der Anlagen ist somit Dreh- und Angelpunkt einer erfolgreichen Wintersaison 2020“, betont Girardoni abschließend.


Winter 2020/21: Die Steiermark ist vorbereitet!
Winter? Aber sicher! Und sicher leiser.

Ein in jeder Hinsicht außergewöhnlicher Winter steht im steirischen Tourismus bevor. Die steirischen Touristikerinnen und Touristiker, die bereits in der abgelaufenen Sommersaison ihren Gästen ein sicheres Urlaubserlebnis geboten haben, geben wieder alles, damit auch der kommende Winterurlaub in der Steiermark sicher über die Bühne gehen kann.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden besonders geschult. Mund-Nasen-Schutz, Abstandsregeln, verstärkte Hygiene oder Online-Reservierungen für Ski-Tickets und Thermeneintritte gehören nicht nur im Alltag, sondern auch im Urlaub im Winter 2020/21 zum Selbstverständlichen. Das Gute am Winter: Viele Aktivitäten finden im Freien bzw. in der freien Natur statt. „Winterfrische Steiermark“ nennt Steiermark Tourismus das Angebot, das die verschiedenen regionsspezifischen Landschaftstypen, Aktivitäten und kulinarischen Köstlichkeiten verbindet, um ein trotz allem intensives, anregendes und/oder erholsames Wintererlebnis zu ermöglichen. Generell gilt: Entschleunigung und Genuss ist heuer angesagt.

„Die kommende Wintersaison wird für den heimischen Tourismus eine große Herausforderung. Die aktuelle Situation erschwert langfristige Planungen und erfordert hohe Flexibilität. Die Betriebe haben im vergangenen Sommer allerdings eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie ihren Gästen ein sicheres Urlaubserlebnis bieten können und sind auch für die nächsten Monate gerüstet. Ich bin daher zuversichtlich, dass sich das Grüne Herz Österreichs auch im Winter 2020/21 als Urlaubsland behaupten kann“, so Tourismuslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl, die einen Appell an alle Steirerinnen und Steirer richtet: „Sorgen wir gemeinsam dafür, dass die Zahl der Corona-Infektionen in der Steiermark niedrig bleibt und wir damit Winterurlaub in unserem Bundesland genießen können!“

„Die Vorbereitungen bei den steirischen Gastgebern in den Unterkünften, bei Bergbahnen, Thermen und den Veranstaltungen laufen auf Hochtouren, damit der Winterurlaub so sicher und daher unbeschwert wie möglich genossen werden kann. Der Mensch muss hinaus in die Natur und braucht neue Eindrücke, gerade wenn die Situation fordernd und belastet ist. Die Steiermark bietet sich dafür perfekt an“, bekräftigt Erich Neuhold, Geschäftsführer von Steiermark Tourismus. „Marktbeobachtungen zeigen, die Reiselust ist da. Die Steiermark ist das beliebteste Österreich-Ziel bei Österreichern, zeigt eine aktuelle Studie. Der sichere Winterurlaub muss daher klar kommuniziert werden. Der Wunsch nach noch kurzfristigeren Buchungen und flexibleren Stornobedingungen ist groß.“


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