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Zermatt Bergbahnen AG

Markus Hasler, CEO der Zermatt Bergbahnen AG.

Franz Julen, Verwaltungsratspräsident.

Auf bestem Weg zu einem weiteren Rekordergebnis

Die Zermatt Bergbahnen AG (ZBAG) hielt die 19. ordentliche Generalversammlung, zum ersten Mal seit der Gründung, ohne die persönliche Teilnahme der Aktionärinnen und Aktionäre ab, die ihre Rechte ausschliesslich über die unabhängige Stimmrechtsvertreterin ausüben konnten. Der Grund dafür war die aktuelle Situation im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Die ZBAG konnte trotz der per 13. März 2020 verfügten Betriebsschliessung im Geschäftsjahr 2019/20 (1. Juni 2019 – 31. Mai 2020) ein stabiles Ergebnis erzielen. Mit einem Umsatz von CHF 64.9 Mio., einem EBITDA CHF 31.1 Mio. (48% vom Umsatz) und einem betrieblichen Cashflow von CHF 27.3 Mio. (42 % vom Umsatz) wurden immer noch Branchen-Spitzenwerte erzielt, obwohl die zweieinhalbmonatige Betriebsschliessung rund CHF 15 Mio. Umsatz und je rund CHF 13 Mio. EBITDA und Cashflow kostete.

Die Generalversammlung fand gestützt auf Art. 27 der Verordnung 3 über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus (COVID-19) des Bundesrates ohne persönliche Teilnahme der Aktionärinnen und Aktionäre statt. Sie konnten ihre Rechte ausschliesslich über die unabhängige Stimmrechtsvertreterin ausüben.

Der trockene und schöne Sommer 2019 widerspiegelt sich in den neuen Rekordzahlen. In den Monaten Juni und Juli resultierten neue Spitzenergebnisse bei den Gästezahlen sowie auch bei den Umsätzen. August, September und Oktober lagen im Rahmen der jeweiligen Vorjahre. Neben dem Einzelreiseverkehr entwickelte sich der Verkauf von Freizeitangeboten wie Peak Pass, Bikepass und Rundreisen positiv. Die Erstzutritte konnten im Sommer 2019 um knapp 3% gesteigert werden. Der Anteil des Sommergeschäftes am Verkehrsertrag stieg auf über 29% des Gesamtverkehrsertrages. Dies ist jedoch zum grössten Teil den Einbussen im Wintergeschäft, verursacht durch die verordnete Betriebsschliessung, geschuldet.

Ab November konnte den Gästen beste Voraussetzungen für Wintersport geboten werden und die optimistischen Erwartungen für das Wintergeschäft wurden in der ersten Saisonhälfte vollumfänglich bestätigt. Die Zahl der Tageserstzutritte im Dezember übertraf den Vorjahreswert, im Januar wurde sogar ein neuer Rekord verzeichnet. Auch der Februar lieferte überdurchschnittliche Zahlen.

Aufgrund der COVID-19 Pandemie verfügte der italienische Staat am 8. März 2020 über die Skigebietsschliessung in Cervinia/ Valtournenche. Am 13. März 2020 war der Lockdown in der Schweiz ebenfalls Tatsache. Bedingt durch diese Betriebseinstellung in einer für die Unternehmung wichtigen Saisonzeit, ist beim Transportertrag im Wintersportgeschäft gegenüber dem Vorjahr eine Einbusse von 20.18% oder CHF 10.7 Mio. zu verzeichnen.

Am Ende des Geschäftsjahres zeigten sich folgende Zahlen: Der in der Jahresrechnung ausgewiesene Betriebsertrag beläuft sich auf CHF 64.9 Mio., was CHF 11.2 Mio. oder 14.7% unter dem Vorjahresergebnis liegt. Die wichtigen Kennzahlen EBITDA mit CHF 31.1 Mio. (48% vom Umsatz) und Cashflow mit CHF 27.3 Mio. (42% vom Umsatz) sind unter dem Gesichtspunkt der aktuellen Krisensituation zufriedenstellend. Auch unter den momentanen Rahmenbedingungen sind dies absolute Spitzenwerte in der Bergbahnbranche. Das EBITDA sank gegenüber dem Vorjahr um CHF 8.4 Mio. oder -21.3%, der Cashflow um CHF 8.3 Mio. oder -23.4%. Die getätigten Investitionen betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr CHF 25.5 Mio., die Abschreibungen CHF 26 Mio. und der Unternehmensgewinn CHF 1.5 Mio.

In der Jahresrechnung 2019/2020 sind die Spuren der COVID-19-Krise gut sichtbar. Trotzdem zeigt der Geschäftsverlauf im Sommer 2019 sowie auch im Winter 2019/2020, dass die konsequente Umsetzung der Ziele aus der Strategie 2022 den erwarteten Erfolg bringen.

Trotz des Lockdowns waren die Hausbanken bereit, zusammen mit der ZBAG die Weiterführung der geplanten zwei Grossinvestitionen in der Höhe von rund CHF 60 Mio. voranzutreiben. Aufgrund dieser Entscheidung hat der Verwaltungsrat bereits im April 2020 entschieden, trotz der erschwerten Ausgangslage, den Bau der 3S Bahn Testa Grigia – Klein Matterhorn und das damit einhergehende Projekt «AlpineX» weiterzuführen und das Projekt Gondelbahn Kumme inklusive Beschneiungsanlage in Angriff zu nehmen. Verläuft alles plangemäss, wird die Gondelbahn Kumme rechtzeitig für die anstehende Wintersaison am 20. Dezember 2020 den Betrieb aufnehmen.

Alle Anträge des Verwaltungsrates wurden mit über 98% der Aktionärsstimmen gutgeheissen. Aufgrund der grossen zukünftigen Unsicherheit wird der Bilanzgewinn auf die neue Rechnung vorgetragen und damit die Dividende für das Geschäftsjahr 2019/20 ausgesetzt. Die zur Wiederwahl stehenden Verwaltungsräte Franz Julen, Jean-Michel Cina, Gerold Biner, Hermann Biner, Andreas Perren, Patrick Z’Brun und Roland Zegg wurden in ihrem Amt bestätigt. Ebenso wurden Franz Julen als Präsident und Jean-Michel Cina als Vize Präsident wiedergewählt.

Markus Hasler, CEO der Zermatt Bergbahnen AG, kommentiert das Jahresergebnis wie folgt: «Die Spuren der COVID-19-Krise sind in der Jahresrechnung gut sichtbar. Es zeigt sich in aller Deutlichkeit, dass auch unsere Hausbanken an die ZBAG und deren Strategie glauben. Ohne Betriebseinstellung und mit Blick auf die Schnee- und Wetterverhältnisse bis Ende April hätte das hervorragende Resultat aus dem Vorjahr nochmals übertroffen werden können und die magische Grenze von 80 Mio. Betriebsertrag wäre in Reichweite gewesen».

«Die gesamte Tourismusindustrie steht vor schwierigen Zeiten. Wir werden weiterhin mit der nötigen Vorsicht und Weitsicht agieren. Eine finanziell gesunde ZBAG ist eine der unabdingbaren Voraussetzungen für eine erfolgreiche Destination. Die Zusammenarbeit mit unseren italienischen Partnern spielt in der Zukunftsstrategie eine wesentliche Rolle. Dazu gehören die beiden 3S Bahnen auf das Klein Matterhorn, der Ausbau der Infrastruktur auf dem Klein Matterhorn und der Testa Grigia, die Verbindung mit Monte Rosa Ski und die geplanten grenzübergreifenden Weltcuprennen von Gobba di Rollin hinunter nach Laghi Cime Bianche. Alle diese Projekte stehen für eine Vision für die nächsten Generationen.» blickt der Präsident, Franz Julen, optimistisch in die Zukunft.


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