Die zwinkernde und errötende Standseilbahn von Prag
Die Petřín-Standseilbahn gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen Prags. Nach einer umfassenden Modernisierung verbindet sie nun ihre über 130-jährige Geschichte mit zeitgemässer Technik und einem neuen Fahrzeugdesign. Eine Besonderheit ist die Kommunikation zwischen den Fahrzeugen beim Kreuzen.
Seit ihrer Eröffnung im Jahr 1891 ist die Petřín-Standseilbahn fester Bestandteil des Stadtbilds von
Prag. Mit jährlich rund 2,5 Millionen Fahrgästen ist die seilgezogene Verbindung zwischen dem
Stadtzentrum und dem Petřín-Hügel sowohl wichtiger Bestandteil des öffentlichen Verkehrs in der
Hauptstadt als auch eine der beliebtesten Attraktionen des Landes.Der Petřín-Hügel gilt darüber
hinaus als traditioneller Treffpunkt für Verliebte und gehört zu den bekanntesten Aussichtspunkten
der Stadt.
Gemeinsam mit Prager Verkehrsbetrieb DPP, Doppelmayr Tschechien, dem Fahrzeughersteller
CWA und der Designerin Anna Marešová hat Garaventa die traditionsreiche Seilbahn umfassend
modernisiert. Nun hat die traditionsreiche Petřín-Standseilbahn ihren Betrieb wieder
aufgenommen. Die Arbeiten erstreckten sich über einen Zeitraum rund eineinhalb Jahren. Der
Fahrgastbetrieb läuft ab sofort täglich von 07:00 bis 22:15 Uhr im 10-Minuten-Takt.
Im Rahmen der Erneuerung wurde die rund 500 Meter lange Anlage technisch umfassend
modernisiert. Die Arbeiten umfassten die Erneuerung der gesamten Streckeninfrastruktur und des
Zugseils sowie die Installation eines neuen Elektromotors und einer neuen Steuerung. Auch das
Sicherheitskonzept wurde weiterentwickelt: Die neuen Fahrwerke verfügen jetzt über
Fangbremsen, die direkt auf die Schienen wirken.
Neue Fahrzeuge mit spielerischem Element
Herzstück sind die beiden speziell designten Fahrzeuge. Die Gestaltung stammt von der bekannten
tschechischen Designerin Anna Marešová. Ihr Entwurf verbindet klassische Elemente der
historischen Fahrzeuge mit einer unverwechselbaren Formensprache. Grosszügige Verglasungen
eröffnen neue Ausblicke auf die Prager Altstadt und den Petřín-Hügel und machen die Fahrt selbst
zum Erlebnis.
Auch die besondere Bedeutung des Ortes floss in das Design von Anna Marešová ein. Der Petřín
gilt in Prag als «Hügel der Liebe». An der Ausweiche, wo sich die zwei Fahrzeuge kreuzen,
begegnen sich die beiden Fahrzeuge mit einem spielerischen Lichtsignal: Ein Wagen «zwinkert»
mit einem Lichtblitz, während der andere errötet. Welcher Wagen welche Rolle übernimmt,
wechselt dabei zufällig und sorgt so für einen überraschenden Moment während der Fahrt.
«Die Petřín-Standseilbahn ist weit mehr als ein Verkehrsmittel. Die Menschen in Prag fühlen sich
mit ihr verbunden. Deshalb war es mein Ziel, auf ihrer langen Geschichte aufzubauen und etwas
Neues zu schaffen, das den besonderen Charakter dieses Ortes bewahrt. Gleichzeitig standen die
grandiosen Ausblicke auf die Stadt stets im Mittelpunkt unseres Entwurfs», sagt Anna Marešová,
Designerin der Fahrzeuge.
«Die Modernisierung der Petřín-Standseilbahn war geprägt von der engen Zusammenarbeit aller
Beteiligten. Gemeinsam mit dem Kunden, Doppelmayr Tschechien, CWA und der Designerin Anna
Marešová konnten wir dieses Projekt realisieren, das den historischen Charakter der Bahn bewahrt
und gleichzeitig den Anforderungen eines modernen Verkehrsmittels gerecht wird», sagt David
Koller, Projektleiter Verkauf bei Garaventa.
Über Garaventa AG
Die Garaventa AG ist ein Schweizer Unternehmen mit Hauptsitz in Rotkreuz und
Zweigniederlassungen in Goldau, Uetendorf, Oberdorf und Sion. Das Unternehmen ist der
Schweizer Teil der Doppelmayr Gruppe und hat sich als Kompetenzzentrum mit internationaler
Ausstrahlung für Pendelbahn-, Standseilbahn-, Materialseilbahn- und anspruchsvolle
Seilzugarbeiten etabliert. Garaventa ist verantwortlich für sämtliche Seilbahnprojekte der
Doppelmayr Gruppe in der Schweiz. Alle Funktionen und Kompetenzen für die Spezialbahnen
werden der Gruppe von der Schweiz aus weltweit zur Verfügung gestellt. In der Schweiz
beschäftigt Garaventa rund 540 Mitarbeitende.
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