Diplom in der Tasche: 44 junge Seilbahnprofis schliessen ihre Ausbildung ab

Der Freitag, 26. Juni 2026, war für 37 Seilbahn-Mechatroniker:innen EFZ und sieben Seilbahner:innen EBA ein besonderer Tag: In Arosa nahmen sie ihre Diplome entgegen und feierten den erfolgreichen Abschluss ihrer Lehrzeit. Nevin Galmarini, Olympiasieger von 2018 im Parallel-Riesenslalom und ehemaliger Alpin-Snowboarder, und Berno Stoffel, Direktor von Seilbahnen Schweiz, gratulierten den jungen Berufsleuten zu diesem wichtigen Schritt.

Für die 37 Seilbahn-Mechatroniker:innen EFZ geht mit dem Diplom eine vierjährige
Ausbildung zu Ende. Die sieben Seilbahner:innen EBA schliessen nach zwei Jahren ihre
Lehrzeit ab. Hinter ihnen liegen zahlreiche Tage im Lehrbetrieb, Unterrichtsblöcke in
Meiringen oder Sion, überbetriebliche Kurse und viele Erfahrungen im Arbeitsalltag bei einem
Seilbahnunternehmen oder -hersteller. Gemeinsam mit ihren Familien, Berufsbildner:innen
und weiteren Gästen blickten die Diplomand:innen in Arosa auf diese Zeit zurück. Unter den
Gratulant:innen waren auch Philipp Holenstein, Direktor, Arosa Bergbahnen AG sowie Marc
Ziegler, Leiter des Ausbildungszentrums Seilbahnen Schweiz (SBS) in Meiringen.
Junge Berufsleute aus sechs Regionen
Die 44 Diplomand:innen stammen aus sechs verschiedenen Regionen der Schweiz. Die
meisten Abschlüsse verzeichnete in diesem Jahr das Wallis (13), gefolgt von der Region Bern
(12), der Zentralschweiz (7), Graubünden und der Ostschweiz (je 5) sowie die Region
Waadtland (2).
Ausgezeichnet wurden zudem die besten Prüfungsleistungen. Die höchsten Noten erzielten
bei der EFZ-Ausbildung Simon Ulrich (deutschsprachig, Note 5.4) und Valentin Crettaz
(französischsprachig, Note 4.9), bei der EBA-Ausbildung Lya-Maj Morger, (deutschsprachig,
Note 5.0) und Mathis Bonte (französischsprachig, Note 4.9).
Für die Diplomierten bedeutet der Lehrabschluss mehr als das Ende einer Ausbildung. Viele
nehmen aus ihrer Lehrzeit Erfahrungen mit, die sie fachlich und persönlich geprägt haben: die
ersten selbstständigen Aufgaben im Betrieb, die Zusammenarbeit im Team, der Austausch mit
Kolleg:innen im Blockunterricht und der Alltag in einem Beruf, der Technik, Natur und
Verantwortung verbindet.
Romana Oswald absolvierte ihre Lehre zur Seilbahn-Mechatronikerin bei der Engadin St.
Moritz Mountains AG. Besonders in Erinnerung bleibt ihr der starke Teamgeist: «Das absolute
Highlight meiner Lehrzeit war der Zusammenhalt in der Berufsschulklasse. Wir haben uns
gegenseitig immer gepusht, gerade wenn es im Blockunterricht knifflig wurde.» Diesen
Teamgeist erlebte sie auch im Betrieb: im ausgezeichneten Verhältnis zu ihren
Lehrmeister:innen ebenso wie im gegenseitigen Vertrauen unter den Arbeitskolleg:innen.

Auch Sandro Brenner, der seine Lehrzeit als Seilbahn-Mechatroniker bei der Aletsch Bahnen
AG verbrachte, blickt positiv auf seine Ausbildungszeit zurück. «Ich hatte schon als Kind viel
Freude an Seilbahnen. Als ich dann zum ersten Mal auf einer Stütze über dem Boden arbeiten
konnte, war das ein besonderes Erlebnis.» Auch die Laufwerkrevisionen oder der Seilwechsel
definiert er als aussergewöhnliche Momente in seiner Lehrzeit. Nach seinem Abschluss bleibt
er der Branche treu und wechselt vom Lehrbetrieb in die Montage von Seilbahnen.
Ein Beruf mit Verantwortung
Berno Stoffel und Marc Ziegler würdigten an der Diplomfeier den Einsatz der jungen
Berufsleute und gratulierten ihnen zum erfolgreichen Abschluss. Mit dem Lehrabschluss
stehen den neuen Seilbahnprofis verschiedene Wege offen. Wer sich weiterentwickeln
möchte, kann später die berufsbegleitende Weiterbildung zur Seilbahnfachperson mit
eidgenössischem Fachausweis absolvieren.
 

Weitere Auskünfte
Berno Stoffel, Direktor Seilbahnen Schweiz +41 79 543 25 07.




Lehrberufe in der Seilbahnbranche
Seilbahn-Mechatroniker:innen EFZ erhalten während ihrer Ausbildung eine umfassende
Vorbereitung auf ein breites Einsatzgebiet: Sie überwachen den Betrieb der Bahnen, prüfen
Seile, Rollen und Antriebe, revidieren Anlagenteile und führen Reparaturen an
mechanischen und elektrischen Komponenten durch.
Die berufliche Grundausbildung qualifiziert Seilbahner:innen EBA insbesondere für
Tätigkeiten als Bedienungs- und Schalterpersonal bei Seilbahnen sowie für unterstützende
Aufgaben bei der Wartung der Anlagen.
Über Seilbahnen Schweiz
Seilbahnen Schweiz (SBS) ist der Verband der Schweizer Seilbahnbranche. Die
Branchenvertretung hat rund ordentliche 350 Mitglieder aus allen Regionen des Landes,
darunter sämtliche grosse und mittelgrosse Unternehmungen, aber auch viele kleinere
Bahnen. Der Verband vertritt die gemeinsamen Anliegen und Interessen der Mitglieder und
fördert ihre Zusammenarbeit. Daraus ergibt sich ein breites Spektrum von Aktivitäten, das
von der Vertretung gegenüber Behörden über die Mitgliederberatung bis zur
Öffentlichkeitsarbeit reicht. SBS hat seinen Sitz in Bern und betreibt zudem ein
Ausbildungszentrum in Meiringen im Berner Oberland.

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