Freie Fahrt Richtung Campus: Schrägaufzug „Galilei – Mesiano“ im Endspurt
Der neue Schrägaufzug zwischen Trient und dem Universitätscampus Mesiano geht in die finale Projektphase. Die verglaste Panoramakabine ist bereits auf der Strecke positioniert, erste Funktionsprüfungen wurden erfolgreich durchgeführt. Gemeinsam mit dem Trentiner Bau- und Infrastrukturunternehmen Misconel realisiert der Südtiroler Seilbahnhersteller LEITNER die neue urbane Mobilitätslösung, die künftig bis zu 50 Personen in nur 86 Sekunden komfortabel vom Talboden zum Universitätsgelände befördern wird.
In Trient nimmt ein seit Jahren erwartetes Infrastrukturprojekt seine endgültige Form an: Die
imposante Panoramakabine des neuen Schrägaufzugs Trento-Mesiano wurde von ihrer
Schutzverpackung befreit und entlang der Fahrstrecke nahe der Bergstation positioniert.
Damit wird erstmals auch optisch sichtbar, wie die künftige direkte Verbindung zwischen der
Talstation „Galilei“ und dem Ingenieurwissenschaftlichen Campus der Universität Trient
aussehen wird. Die wesentlichen baulichen und technischen Arbeiten sind bereits
abgeschlossen. In den vergangenen Wochen lag der Fokus auf den letzten Installations- und
Abschlussarbeiten sowie auf den ersten Tests der Anlage. Die offizielle Abnahme durch
den Seilbahnservice der Provinz Trient hat in den letzten Tagen begonnen. Die
Fertigstellung des Projekts ist für Herbst vorgesehen.
50 Personen in 86 Sekunden
Der neue Schrägaufzug verbindet die Talstation „Galilei“ in Viale Bolognini mit der
Bergstation „Mesiano“ beim Ingenieurwissenschaftlichen Campus der Universität Trient. Auf
einer rund 160 Meter langen Strecke überwindet die Anlage einen Höhenunterschied von
76 Metern. Die großzügig verglaste Panoramakabine ist 3,7 Meter breit und 3,6 Meter lang
und bietet Platz für bis zu 50 Fahrgäste, davon 14 auf Sitzplätzen. Bei einer
Fahrgeschwindigkeit von 2,5 Metern pro Sekunde dauert die Fahrt zwischen den beiden
Stationen rund 86 Sekunden. Im Regelbetrieb ist eine Förderleistung von 537 Personen pro
Stunde und Richtung vorgesehen. Der Schrägaufzug schafft damit eine schnelle und direkte
Verbindung zum höher gelegenen Universitätscampus und soll den Zugang für Studierende,
Beschäftigte und Besucher künftig wesentlich erleichtern.
Vollautomatischer Betrieb
Die Anlage verfügt über Steuerungseinheiten an beiden Stationen und ist für einen
vollautomatischen Betrieb ausgelegt. Zusätzliche Bedienelemente sind sowohl in der
Kabine als auch in den Ein- und Ausstiegsbereichen vorgesehen. In der Talstation wird
darüber hinaus eine von einem Mitarbeiter überwachte Leitstelle eingerichtet. Einen
wichtigen Meilenstein erreichte das Projekt bereits im Juli: Bei den ersten
Funktionsprüfungen bewegte sich die Kabine erstmals entlang der Strecke.
Neue Verbindung für Fuß- und Radverkehr
Parallel zum Schrägaufzug entsteht eine neue Rad- und Fußwegverbindung zwischen der
Bergstation und der Via Mesiano. Der rund 300 Meter lange und vier Meter breite Weg
verläuft unterhalb der Universitätsbibliothek und des Ingenieurcampus und ergänzt die neue
Anlage um eine weitere Verbindung für nachhaltige Mobilität. Das Gesamtbudget für das
Projekt beträgt ca. 6,5 Millionen Euro.
Bilder: Leitner