KitzSki nimmt neuen Speicherteich „Sonnenrast“ offiziell in Betrieb
Mitten im Kernskigebiet gelegen, knapp unterhalb der Bergstation der Fleckalmbahn, verstärkt der neue Speicherteich „Sonnenrast“ das bestehende Beschneiungssystem von KitzSki enorm und eröffnet zugleich ganz neue Möglichkeiten für ein nachhaltiges und ressourcenschonendes Beschneiungsmanagement. Daneben konnten mit dem Bau zusätzlich
Synergien genutzt und wertvolle Projekte in anderen Bereichen realisiert werden.
Mehr Leistung und intelligentes Wassermanagement
Der neue Speicherteich mit seiner ausgeklügelten neuen Pumpstation ist dabei Zentrale und
Teil eines komplex vernetzten Wassersystems. Sämtliche sieben Speicherteiche im
Kernskigebiet sind darin miteinander verbunden und das Wasser kann je nach Bedarf
zwischen den einzelnen Speichern und Beschneiungsanlagen verschoben werden — von den
Speichern Seidlalm, über die Ehrenbachhöhe und ebenfalls vom Usterkar-Speicher über
Pengelstein, Brunn zurück in den neuen Speicher „Sonnenrast“.
So steht das Wasser immer dort zur Verfügung, wo es gerade benötigt wird. Die hochmoderne
und leistungsstarke Pumpstation ist zusammen mit den 15 Kühltürmen das Herzstück dieser
neuen Anlage. Dadurch kann die Schneequalität verbessert und gleichzeitig die Menge des
erzeugten Schnees pro Kubikmeter Wasser deutlich erhöht werden. Mit dem zusätzlichen
Speichervolumen von rund 100.000 Kubikmetern kann die maximale Schneileistung in diesem
Bereich um mehr als 40 Prozent gesteigert werden. Damit kann in deutlich kürzerer Zeit die
notwendige Schneedecke für den Saisonstart aufgebaut werden. Die neue Pumpstation kann
dabei bis zu 555 Liter Wasser pro Sekunde bzw. rund 2.000 Kubikmeter pro Stunde in das
Beschneiungsnetz einspeisen. Dabei geht es nicht darum, immer mehr zu beschneien,
sondern die vorhandenen Zeitfenster mit niederen Temperaturen möglichst effizient und
ressourcenschonend zu nutzen. Mit dem kälteren Wasser (zwei bis fünf Grad Celsius) aus den
Kühltürmen können Schneekanonen wesentlich besser und effizienter arbeiten.
Bauzeit und Kosten des Projektes
Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 16 Millionen Euro und die Bauzeit für
das gesamte Projekt betrug knappe eineinhalb Jahre.
Sicherheit und Pistenbereiche verbessert
Im Zuge der Bauarbeiten wurden rund 255.000 Kubikmeter Erdmaterial bewegt. Dieses wurde
in unmittelbarer Nähe wiederverwendet und für gezielte Pistenverbesserungen eingesetzt.
Die Sonnenrast-Piste Nr. 18 wurde an ihrer schmalsten Stelle verbreitert, Bodenwellen
wurden ausgeglichen und das Gefälle ist nun gleichmäßig, somit ideal für Skianfänger.
Auch die Ochsalm-Piste Nr. 43 und die Walde-Piste Nr. 21 wurden angepasst und
komfortabler gestaltet.
Eine besonders wichtige Maßnahme für mehr Sicherheit und Übersicht ist der neue Ski-Tunnel
im Bereich Jufen-Steilhang:
Die blaue Brunn-Piste Nr. 27a führt künftig in einem 65 m langen Ski-Tunnel unter der
schwarzen Jufen-Piste Nr. 16b hindurch. Damit konnte eine sehr gefährliche und
unfallträchtige Kreuzung beseitigt werden. Der Ski-Tunnel sorgt für eine klarere
Linienführung, mehr Komfort und zusätzliche Sicherheit für Wintersportlerinnen und
Wintersportler. Damit beabsichtigt ist auch eine Entzerrung des Gästeaufkommens an dieser
sicherheitstechnisch so heiklen Stelle und die Attraktivierung der Brunn-Piste für weniger
geübte Skifahrer.
Sommernutzung: ab Sommer 2027 gibt es Baden am Berg
Der Speicherteich Sonnenrast wurde von Beginn an auch für die Sommernutzung geplant. Ab
Sommer 2027 soll er als erster Speicherteich der Bergbahn AG Kitzbühel zum Baden
freigegeben werden – bei freiem Eintritt.
Geplant sind unter anderem Badestege, Liegeflächen, eine Flachwasserzone für die Kinder
mit Spielplatz, ein kleiner Sprungturm, eine schwimmende Insel, Stand-up-Paddle-Angebote
sowie eine Betreuung und Aufsicht der Anlage durch die Bergbahn Kitzbühel. Von der
Bergstation der Fleckalmbahn ist der Speicherteich in rund fünf Gehminuten erreichbar.
Stimmen:
„Mit dem Speicherteich Sonnenrast investiert die Bergbahn AG Kitzbühel in eine
zukunftsorientierte Infrastruktur, die für die Region von großer Bedeutung ist. Solche
Projekte stärken nicht nur die Qualität des Angebots am Berg, sondern sichern auch
Wertschöpfung und Arbeitsplätze weit über das Skigebiet hinaus“, betont
Aufsichtsratsvorsitzender Bgm. Dr. Klaus Winkler.
„Hier haben wir alle gemeinsam, in bestem Miteinander, ein Jahrzehnte-Projekt umgesetzt,
das in mehrfacher Hinsicht und auch nachhaltig wirksam ist. Es stärkt unsere technische
Infrastruktur am Berg, ermöglichte konkrete Verbesserungen im Bereich Sicherheit und der
Optimierung der Pisten und durch die Konzeption als Badesee mit entsprechender
Infrastruktur, wird auch das Sommerangebot auf der Ehrenbachhöhe erheblich erweitert
werden, sagt Vorstandsvorsitzender Mag. Anton Bodner
Speicherteich Sonnenrast — Zahlen, Daten und Fakten:
Elfter Speicherteich im Skigebiet von KitzSki - insgesamt 845.000 m³ Wasser in allen
Speicherteichen
Gesamtkosten: € 16 Mio. (Speicherteich Sonnenrast, Pumpstation, Pistenkorrekturen
inkl. Ski-Tunnel Jufen-Steilhang und Sommernutzung)
Speicherinhalt: ca. 100.000 m³, davon 95.000 m³ Nutzinhalt
Wasseroberfläche: ca. 15.000 m² (1,5 ha)
Flachwasserzone: ca. 400 m²
Abtragsarbeiten: ca. 255.000 m³
Folienverlegung: 20.000 m²
Höhe Dammkrone: ca. 1.745 m ü. A.
Stauziel: 1.743,80 m ü. A.
Beckensohle: ca. 1.733 m ü. A.
Maximale Dammhöhe: 12 m wasserseitig
Pumpstation: Leistung max. 555 l/s (ca. 2.000 m³/h)
Größe Pumpstation: ca. 22 x 42m, 2 Geschoße
PV Anlage
© Stefanie Prader (KitzSki)/sbt
-
v.l.n.r.: Bmstr. Ing. Stefan Seeber, Bgm. Ing. Manuel Pichler, Vorstand Ing. Mag. Gabriel Sieghartsleitner, Aufsichtsratsvorsitzender Bgm. Dr. Klaus Winkler, Kooperator Mag. Manuel Zehetner, Vorstandsvorsitzender Mag. Anton Bodner (vorne), Prok. Florian Wörgetter (hinten), Vorstand Mag. Christian Wörister (vorne), Hans-Peter Schwaiger (hinten)
-
-
Ein Projekt von Hollaus Bau aus Uderns/Zillertal und HV-Bau aus Bramberg.
-
Aufsichtsrat BL Andreas Hochwimmer, Klaus Hönigsberger, BL Hans-Peter Schwaiger.
-
-
Olympiasieger Ernst Hinterseer und K.S.C. Präsident Dr. Michael Huber waren vom neuem Speicherteich begeistert.
-
„Wir freuen uns, dass wir mit der Inbetriebnahme dieses JAHRHUNDERTPROJEKTES für die Herausforderungen der Zukunft im Winter aber auch im Sommer gut aufgestellt sind“, so Vorstand Mag. Christian Wörister.
-
CEO Erich Gummerer von TechnoAlpin bedankte sich bei den Verantwortlichen von KitzSki für den Großauftrag.
-
-
Vizebürgermeister Ing. Gerhard Eilenberger, Kitzbühel, Gesamtprojektleiter, Prokurist-Technik Florian Wörgetter, der die Zusammenarbeit mit den bauausführenden Firmen, Behörden sehr lobte und BL Andreas Hochwimmer.
-