Salzbergbahn und Salzbergwerk Hallstatt wieder geöffnet
Hallstatt, seit Samstag, 29. August 2026, ist die neue Salzbergbahn und die modernisierten Salzwelten Hallstatt wieder für Besucherinnen und Besucher geöffnet.
Mit der Wiedereröffnung beginnt ein neues Kapitel in Hallstatt: Aus dem Bauprojekt wird ein neues
Besuchererlebnis. Die neue Salzbergbahn bringt die Gäste künftig komfortabel und barrierefrei auf
den Salzberg, während die modernisierten Salzwelten die mehr als 7.000-jährige Geschichte des
Hallstätter Salzabbaus zeitgemäß und abwechslungsreich vermitteln. Neue Aufenthaltsbereiche, das
Bistro „Weitblick 7000“, die Aussichtsterrasse und der neue 300m² große Flagship Store ergänzen das
bestehende Angebot.
Die neue Standseilbahn wurde gemeinsam von den Salzwelten und der Doppelmayr Gruppe
realisiert: Die Kabinen wurden von Carvatech in Oberweis bei Gmunden gefertigt, die
Seilbahntechnik stammt vom Schweizer Spezialisten Garaventa.
Die beiden Fahrzeuge bieten Platz für jeweils 60 Personen. Dank der automatischen
Niveauregulierung bleiben die Fahrgasträume während der gesamten Fahrt waagrecht, was einen
komfortablen und barrierefreien Zu- und Ausstieg ermöglicht. Großzügige Verglasungen eröffnen
während der Fahrt Ausblicke auf Hallstatt, den Hallstätter See und die umliegende Bergwelt.
“Die Realisierung der neuen Salzbergbahn war aufgrund der topografischen sowie geologischen
Gegebenheiten ein sehr anspruchsvolles Projekt. Die Arbeiten auf engstem Raum erforderten eine
intensive Planung und Flexibilität aller Beteiligten. Umso mehr freut es uns, dass wir gemeinsam mit
den Salzwelten Hallstatt und allen Projektpartnern eine zukunftsfähige Lösung umsetzen konnten,
welche den heutigen Anforderungen in Bezug auf Barrierefreiheit gerecht wird und den Gästen
bereits auf dem Weg zum Bergwerk ein besonderes Erlebnis bietet“, sagt Damian Zenklusen,
Projektleiter Verkauf bei Garaventa.
Für das Design und die Materialisierung der Standseilbahnkabinen hat Carvatech das Thema Salz als
gestalterisches Element aufgegriffen. Sie erinnern an Salzkristalle und ermöglichen den Fahrgästen
mit ihren großen Glasflächen weite Ausblicke auf die Bergwelt und den Hallstätter See.
Ein besonderes Augenmerk galt zudem der architektonischen Gestaltung der neuen Stationen.
Die neue Talstation fügt sich als kompakt gestalteter Baukörper harmonisch in die UNESCOWelterbelandschaft ein.
Das Erdgeschoß mit Holzfassade beinhaltet neben der Seilbahntechnik auch
modernste Kassenplätze und den Infostand. Das transparente Obergeschoß mit einer vorgelagerten,
großen Besucherterrasse bietet ausreichend Platz für die Gäste. Die Besucherbereiche sind hell und
lichtdurchflutet; weite Sichtachsen erleichtern die Orientierung und stärken den Wohlfühlcharakter.
Dabei verschmelzen die Erschließungszonen fließend mit dem großzügigen Flagship-Store. Durch die
offene, transparente Bauweise bleibt der visuelle Bezug zur historischen Umgebung aus jeder
Perspektive erhalten.
Auch die Bergstation integriert sich behutsam in das historische Umfeld. Der auskragende, verglaste
Bahnsteig mit vorgelagerten Holzlamellen „schwebt“ über einem massiven Sockel. Darüber bietet ein
Bistro mit weitläufiger Terrasse einen fantastischen Ausblick in die Berglandschaft und schließt direkt
an den Erlebnisweg im Hochtal an.
„Architektur im Welterbe bedeutet, die Balance zwischen Respekt vor der Geschichte und einer
modernen Baukultur zu finden“, erklärt Sigrid Aigner, Projektleiterin von Hasenauer.Architekten ZT
GmbH. „Unser Ziel war eine zeitgemäße Architektur, die einer 7.000 Jahre alten Bauhistorie gerecht
wird und gleichzeitig Platz für hochmoderne, komfortable Infrastruktur bietet. Ein derart
anspruchsvolles Seilbahnprojekt konnte nur dank der engen Zusammenarbeit aller Beteiligten
gemeistert werden.“
„Hinter uns liegen – ohne die mehrjährige Vorbereitung – 362 Tage intensiver Arbeit unter
außergewöhnlich anspruchsvollen Bedingungen. Uns war es wichtig, nicht nur eine neue Seilbahn zu
bauen, sondern das gesamte Besuchererlebnis am Salzberg weiterzuentwickeln. Mit der neuen
Salzbergbahn und den modernisierten Salzwelten schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass die
mehr als 7.000-jährige Salzgeschichte Hallstatts auch für kommende Generationen erlebbar bleibt“,
betont Kurt Thomanek, Vorstand für Bergbau und Tourismus der Salinen Austria AG.
Technische Daten:
Baujahr: 2026
Seehöhe Talstation: 515m ü.A.
Seehöhe Bergstation: 840m ü.A.
Höhendifferenz: 325m
Streckenlänge: 593m
Streckenneigung (max): 87,72%
Fahrgeschwindigkeit: 5,5m/s
Fahrzeugkapazität: 60 Personen
Förderleistung: 1000 Personen/h
Fahrzeit: 2,6 min
Durchmesser Zugseil: 45mm
Durchmesser Gegenseil: 22mm
Hersteller: Garaventa
Architektur: HASENAUER.ARCHITEKTEN ZT GMBH
© Salzwelten/Thomas Sattler