6 2 | 2026 EDITORIAL Der Wintertourismus 2025/26 kann als eine erfolgreiche Saison mit hoher Nachfrage, internationalem Wachstum und bemerkenswerter Resilienz gegenüber meteorologischen Schwankungen charakterisiert werden. Trotz teilweise geringer Niederschlagsmengen und Schneemangel im Frühwinter konnten Skigebiete dank intensiver technischer Beschneiung ausgezeichnete Pistenverhältnisse bieten. Die Wintersportorte zeigten sich „technisch entkoppelt“ von den meteorologischen Bedingungen, was zu einem erfolgreichen, weil sonnigen, aber schneearmen Winter – ausgenommen die großen Schneemengen zu Ostern – führte. Dem starken Start von November bis einschließlich Februar folgte ein tendenziell etwas schwächerer März/April-Ausklang. Die hohen Energiekosten und allgemeinen Preissteigerungen, beides noch nachhaltig befeuert durch die kriegerischen Auseinandersetzungen im Iran sowie der Fachkräftemangel drohen, die Betriebe noch weiter in zunehmendem Maße zu belasten. Auch wenn die Saisonergebnisse noch nicht endgültig ausgewertet sind, dürften die Skier Visits, Südtirol aufgrund der Auswirkungen der Olympischen Winterspiele ausgenommen, bei einem Plus von an die +5 % zum Winter des Vorjahres zu liegen kommen. Die aktuell erfreuliche Branchenentwicklung spiegelte sich auch in der positiven Stimmung und der mit rund 130 Teilnehmern äußerst gut besuchten Fachgruppentagung der Seilbahnunternehmungen der Wirtschaftskammer Oberösterreich Mitte März in Gosau wider. Die Veranstaltung war hochkarätig besetzt und stand ganz im Zeichen von Innovation und Zukunftsplänen in der Branche. Mit großem Interesse wurde dabei die Präsentation der zwei neuen 6er Sesselbahnen im Gebiet Dachstein West aufgenommen, die einen weiteren bedeutenden Meilenstein in der touristischen Entwicklung der länderübergreifenden Region Dachstein West (Gosau/Obersterreich und Annaberg/ Salzburg) setzt. Mit großer Freude und als Highlight wurde nach mehr als sechs Jahren über das Comeback des Ski-Weltcup in Oberösterreich mit den beiden Damen WeltCup-Rennen am 28. und 29. Dezember in Dachstein West Gosau informiert. Die Fachtagung war einmal mehr ein klarer Beweis, dass die Seilbahnbranche ein unverzichtbarer Teil des OÖ Tourismus ist und dies nicht erst seit kurzem, begeht doch die Feuerkogelbahn im nächsten Jahr das 100jährige Bestandsjubiläum. Beim 15. Gemeinsamen Südtiroler und Tiroler Seilbahntag am 30. März in Bozen zeigten sich die 130 Branchenvertreter stark und zukunftsorientiert. Der Seilbahnsektor bleibt ein zentraler Treiber für Tourismus, Wertschöpfung und Beschäftigung der Region, auch wenn die abgelaufene Wintersaison in Südtirol zwar eine sehr gute, aber keine Rekordsaison darstellt. Die Strahlkraft der Olympiade wird ihre positiven Wirkungen nachhaltig erst in Zukunft richtig entfalten. Nach den Worten von Helmut Sartori, Präsident des Verbandes der Seilbahnunternehmer Südtirols, stellt die Euro-Alpenregion mit 163 Millionen Skier Visits das Zentrum des globalen Skitourismus dar. Thomas Schroll, Geschäftsführer der Innsbrucker Nordkettenbahnen, hat in Vertretung der Fachgruppe der Seilbahnen der Wirtschaftskammer Tirol in seiner Grußadresse auf die Bedeutung einer schlagkräftigen Beschneiung als wirtschaftlich notwendige Saisonabsicherung hingewiesen. Er hat unterstrichen, dass die Branche insgesamt gesund und gut aufgestellt ist und weist in diesem Zusammenhang an Hand des 100järigen Bestandsjubiläums der Zugspitzbahn auf die langjährige Bedeutung der Branche hin. Bedauerlich ist insgesamt jedoch die Tatsache, dass von Nordtiroler Seite sowohl Politiker wie auch die Führung des Fachverbandes durch Abwesenheit glänzten und mit den Seilbahnunternehmen aus dem Kaunertal und Pitztal nur zwei Nordtiroler Seilbahnunternehmen vertreten waren – ein Liebe Leserinnen, liebe Leser
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