8 2 | 2026 EDITORIAL Armutszeugnis, dass die medial so viel gepriesene Europaregion bei einer der absoluten Schlüsselsektoren so wenig Zusammenhalt zeigt und lebt. MOUNTAIN PLANET 2026 macht Grenoble vom 21. bis 23. April zur Hauptstadt der Bergentwicklungsbranche und bietet eine Mischung aus Geschäftsmöglichkeiten, innovativen Lösungen und zukunftsweisenden Einblicken für alle Skigebiete und Seilbahnunternehmen. Es werden 23.500 Fachbesucher aus 68 Länder, 480 Aussteller und 1.000 Marken auf einer Ausstellungsfläche von 60.000 m² erwartet. Im Bereich Seilbahntechnik und urbaner Mobilität bietet MOUNTAIN PLANET 2026 mit CITY CABLE CAR SOLUTIONS (3CS) gemeinsam mit der INTERALPIN-Messe ein gemeinsames Format für urbane Seilbahnsysteme. Zeitlich punktgenau zur Abhaltung von MOUNTAIN PLANET 2026 konnte Dr. Josef Burger mit Fabien Felli, CEO von POMA, den sehr profilierten Spitzenmanager des traditionsreichen französischen, zur HTI-Gruppe gehörenden Seilbahnherstellers als Gesprächspartner für die Reihe „Fachgespräche am Fuße des Hahnenkamms“ gewinnen. Fabien Felli hat nach einer sehr profunden Ausbildung unter anderem an der französischen INSEAD, einer der angesehensten Wirtschaftshochschulen weltweit, eine erfolgreiche Karriere in der Automobilbranche und bei der Airbus Group hingelegt, ehe er seit 2011 zuerst als Export Direktor, ab 2016 als Vice-Chairman des Management Boards und seit 2022 als CEO Führungsverantwortung bei POMA trägt. POMA agiert autonom als französischer Hersteller mit eigenständiger Marke unter dem Dach der HTI-Gruppe, konzentriert sich stark auf den französischen bzw. französischsprachigen Markt, urbane Seilbahnsysteme und internationale Großprojekte. Im Fachgespräch gibt Fabien Felli interessante Auskünfte über die Stärken von POMA, die Vorteile der Integration in die HTI-Gruppe, die Entwicklungschancen von POMA in der urbanen Mobilität und skizziert ein Szenario für die Entwicklung des Skitourismus in 20 Jahren – ein durchaus spannendes Fachgespräch. Österreichs Seilbahnen feiern heuer „100 Jahre Seilbahnen“ und blicken gemeinsam zurück auf ihre Wurzeln. Mit der Rax-Seilbahn und der Tiroler Zugspitzbahn feiern in diesem Jahr zwei Anlagen ihren einhundertsten Geburtstag. Im Jahr darauf folgen die Pfänderbahn, die Feuerkogelbahn und die Schmittenhöhebahn und im Jahr 2028 folgen die Gerlitzenbahn und die im März 1928 in Betrieb genommene Hahnenkammbahn. Markant ist dabei, dass die technologische Innovation stets eine treibende Begleiterin und damit Grundlage für die immer größere Bedeutung des Tourismus war. Heute sorgen österreichweit 2.526 Anlagen für jährlich über 50 Millionen Skierdays, wodurch Österreich mit USA und Frankreich zu den weltgrößten Anbietern von Skierlebnissen zählt. Die Seilbahnen haben sich mit 6,7 Milliarden Euro zu einem beachtlichen Wertschöpfungsmotor und mit 17.000 direkt in Seilbahnbetrieben geschaffenen und weiteren 127.000 Arbeitsplätzen im sekundären Sektor auch zu einem veritablen Beschäftigungsmotor entwickelt. Dadurch sind Seilbahnen zu wichtigen Lebensadern vieler Regionen geworden. Sie sind wichtige Grundlage dafür, dass Beschäftigung nicht nur in Ballungsräumen entsteht, sondern auch in alpinen Tälern und stärken als wichtige Infrastrukturträger Lebensqualität vor Ort. Seilbahnen ermöglichen Bewegung in der Natur, öffnen den Zugang zu den Bergen und fördern körperliche Aktivität als wichtigen Beitrag zur Gesundheit. 100 Jahre Seilbahnen legen Zeugnis ab für Mut, Innovation und den Willen, Räume in wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und kultureller Hinsicht zu verbinden. Mehr dazu in dem äußerst interessanten Bericht „Österreich feiert: 100 Jahre Seilbahnen – 100 Jahre Erfolgsgeschichten“. Ihre Theresa Hönigsberger Chefredakteurin
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