+43 664 738 386 83 HomeMagazinAboSitemap

Detailansicht

Köstinger gibt Startschuss für den „Plan T – Masterplan für Tourismus“

Anlässlich des Welttourismus- tages gab Bundesministerin Elisabeth Köstinger den offi- ziellen Startschuss für die Er- arbeitung des „Plan T – Master- plan für Tourismus“. Gemeinsam mit Tirols Landeshauptmann Günther Platter und der Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschafts- kammer, Petra Nocker-Schwar- zenbacher, präsentierte die Ministerin die ersten Schwer- punkte und den weiteren Fahrplan. ©BMNT/Paul Gruber

Die Teilnehmerinnen und Teil- nehmer des Workshops zur Er- arbeitung des Plan T. ©BMNT/Paul Gruber

Obfrau der Bundessparte Tou- rismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer, Petra Nocker-Schwarzenbacher, Tirols Landeshauptmann Günther Platter und Bundesministerin Elisabeth Köstinger. ©BMNT/Paul Gruber

zur Weiterentwicklung des Tourismus

Tourismusministerin Elisabeth Köstinger startete am Welttourismustag gemeinsam mit Landeshauptmann Günther Platter und Spartenobfrau Petra Nocker-Schwarzenbacher den Beteiligungsprozess zur Erarbeitung der neuen österreichischen Tourismus- strategie. Gemeinsam mit der Bundessparte Tou- rismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Österreich, den Bundesländern und den wichtigsten Stakeholdern sowie Expertinnen und Experten wer- den in den nächsten Monaten die nächsten kon- kreten Schritte für die Erarbeitung und Fertigstellung des „Plan T – Masterplan für Tourismus“ erfolgen.

„Der Tourismus ist von herausragender Bedeutung für Österreich. Mit 16% Anteil am BIP geben die über 90.000 in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft tätigen Betriebe mehr als 700.000 Menschen direkt oder indirekt eine Beschäftigung. Somit steht jeder fünfte Vollzeitarbeitsplatz Österreichs in Verbindung mit der Tourismus- und Freizeitwirtschaft. Mit dem neuen Masterplan möchte ich eine Basis für eine sinnvolle und nachhaltige Weiterentwicklung des Tourismus legen.“, so Köstinger. „Wir haben die letzten Monate sehr intensiv dafür genutzt, um die notwendigen Vorarbeiten zu leisten.“

So wurden die Themensettings für die Zukunfts- werkstätten definiert, eine umfangreiche Befragung von Betrieben hat die Grundlage für die Handlungs- felder aufgezeigt. „Damit wissen wir sehr genau, wo die Betriebe Potential sehen und Weiterentwicklung sinnvoll und möglich ist“, so Köstinger. So sehen etwa 87% der Touristikerinnen und Touristiker sehr großes und großes Potenzial in der weiteren Kooperation mit der Landwirtschaft. Wichtig dabei sind vor allen die Themen Kulinarik mit 83%, Urlaub am Bauernhof 71% und die Erhaltung unserer Landschaft mit 72% des gesehenen Potenzials.
„Unsere Betriebe geben auch an, dass intakte Naturlandschaften, gutes Service und die ausgeprägte Gastfreundschaft zu den wichtigsten Motiven zählen, warum Gäste unser Land besuchen“, so Köstinger. Große Legitimation erhalten auch die Themen Digitalisierung und Kommunikation. „Unsere Umfragen zeigen auch Herausforderungen auf, beispielweise im Bereich der Betriebsübergaben, mit denen wir uns in Zukunft beschäftigen müssen.“

Tirols Landeshauptmann Günther Platter zeigte sich bei der Präsentation erfreut über die Initiative der Tourismusministerin und sicherte volle Mitarbeit und Unter- stützung im gesamten Prozess zu: „Gerade Tirol als führendes Tourismusland im Alpenraum ist interessiert an einer strukturierten und zukunftsorientierten Herangehensweise. Meine Erwartungen sind groß, zumal diese Bundesregierung als eine ihrer ersten Maßnahmen die notwendige Absenkung des Mehrwert- steuersatzes auf Nächtigungen umgesetzt hat. Ich bin voller Zuversicht, dass wir den positiven Schwung im Sinne der Branche nun aufgreifen und weiterführen werden.“ Platter zeigte bereits die für ihn wichtigsten Problemfelder auf, denen er besonderes Augenmerk schenken möchte: „Die Themen im Tourismus sind vielschichtiger geworden. Einerseits bieten das Geschwisterpaar Tourismus und Landwirtschaft große Chancen, wenn man allein an die Kulinarik denkt. Andererseits stellt uns der eklatante Fachkräftemangel vor große Heraus- forderungen in einer Branche in der der Mensch und die Gastlichkeit im Mittelpunkt steht. Und drittens stellen uns Phänomen wie AirBnb und Co vor Herausforderungen auf die wir österreichweite Antworten brauchen,“ so Platter.

Die Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, Petra Nocker-Schwarzenbacher: „Die richtigen Rahmenbedingungen sind für uns Unter- nehmerinnen und Unternehmer Voraussetzung für erfolgreiches Wirtschaften. Wir bringen sehr gerne unsere Erfahrungen aus der Praxis ein, denn genau das brauchen wir – eine umsetzbare und praxisgerechte Strategie für unsere 90.000 Betriebe aus der Tourismus- und Freizeitwirtschaft.“

Die letzte strategische Beschäftigung mit dem österreichischen Tourismus liegt bereits fast zehn Jahre zurück. Seither haben sich die Rahmenbedingungen grundlegend verändert. Daher hat die Bundesregierung den Tourismus im Regierungsprogramm verankert und das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus mit der Erarbeitung einer Gesamtstrategie für den Tourismus beauftragt.

Im Rahmen von neun dialogorientierten Zukunftswerkstätten in ganz Österreich werden daher in den nächsten Monaten Lösungs- und Handlungsoptionen für Herausforderungen in den touristischen Kernthemen entwickelt.

Im bisherigen Prozess haben sich neun Kernthemen herauskristallisiert, die wir im Rahmen von neun Workshops in allen Bundesländern diskutieren werden. Diese Themen sind:
* Kooperation zwischen Tourismus, Landwirtschaft und Kulinarik,
* Nachhaltiger Tourismus,
* Neue Wege der Tourismusförderung und Finanzierung,
* Die Entwicklung eines zukunftsgerichteten Indikatorensystems,
* Marketing, Werbung und Kommunikation,
* Touristische Rahmenbedingungen,
* Arbeitsmarkt sowie Aus- und Weiterbildung
* Digitalisierung im Tourismus vorantreiben
* Internationale Trends und Herausforderungen im Tourismus

Eine weitere wesentliche Säule ist ein hochkarätig besetzter interdisziplinärer Expertinnen- und Expertenrat, der die Arbeit an diesem Masterplan strategisch begleitet und der heute im Anschluss zum ersten Mal tagt. Mit dabei sind erfolgreiche Unternehmerinnen und Unternehmer, Vertreterinnen und Vertreter der Wissenschaft, aber z.B. auch Vertreter der Landwirtschaft, Verkehrsunternehmer und Kulturmanagerinnen und –manager.

Alle notwendigen Unterlagen und die Road Map zu den Workshops in den Bundesländern sind ab sofort online öffentlich unter www.bmnt.gv.at/masterplan-tourismus zugänglich. „Die im März angekündigte Zeitachse bleibt, unser Ziel ist es, bis zur nächsten ITB im März 2019 Ergebnisse aus dem Plan T präsentieren zu können“, so Tourismusministerin Köstinger.

Der Einladung zur Mitarbeit von Frau Bundesministerin Köstinger sind auch mehr als 30 Expertinnen und Experten aus unterschiedlichsten Bereichen gefolgt, die die Arbeit an diesem Masterplan in den nächsten Monaten strategisch begleiten werden. Mit dabei sein werden u.a. Elisabeth Gürtler, Maria Großbauer und Michaela Reitterer, die Unternehmer Paul Blaguss, Robert Rogner, Erich Falkensteiner und Jack Falkner, Josef Moosbrugger und Andrea Schwarzmann für die Landwirtschaft, der Gastronom Heinz Reitbauer und Johannes Kopf vom AMS.

Der Prozess des „Plan T – Masterplan für Tourismus“ kann unter [www.bmnt.gv.at/masterplan-tourismus] (www.bmnt.gv.at/masterplan-tourismus) verfolgt werden.