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Starke Einschränkungen durch Coronavirus (COVID-19)

Vielerorts wird die Wintersaison frühzeitig beendet

Vorarlberg, Tirol und Salzburg - Skibetrieb wird eingestellt

Tirol: Alle Skigebiete und Hotels schließen
Wie das Land am Donnerstagabend in einer Aussendung mitteilte, beendet Tirol im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus die heurige Wintersaison vorzeitig:

„Nach einer Besprechung mit Vertretern des Tiroler Tourismus wurde entschieden, dass die Seilbahnen mit Ablauf Sonntag, 15. März 2020, auf Basis des Epidemiegesetzes geschlossen werden", heißt es in einer Aussendung des Landes.

Ebenso werden alle Beherbergungsbetriebe mit Ablauf Montag, 16. März 2020, behördlich geschlossen. Hierfür wurde deshalb der Montag gewählt, damit eine geordnete Rückreise der Gäste aus den Skigebieten erfolgen kann.

„Für uns steht die Gesundheit unserer Gäste, MitarbeiterInnen und der Tiroler Bevölkerung an erster Stelle. Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, aber wir übernehmen Verantwortung für alle TirolerInnen und für alle, die sich in Tirol aufhalten“, so Landeshauptmann und Tourismusreferent Günther Platter.

Franz Hörl zur Schließung der Seilbahnbetriebe: „Härteste aller Konsequenzen als einzig vertretbarer Schritt!“

Als „in der aktuellen Situation einzig gangbaren Weg im Sinne der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung“ bezeichnet Franz Hörl, WK-Vizepräsident und Fachgruppenobmann der Tiroler Seilbahnen, die behördliche Schließung der Tiroler Seilbahnbetriebe mit letztem Betriebstag am kommenden Sonntag.
Die Tragweite der Entscheidung für die Betroffenen sei enorm, an erster Stelle steht aber ein unumstößlicher Grundsatz. „Wir alle müssen jetzt einen Beitrag leisten, um die rasante Verbreitung des Coronavirus einzubremsen und damit die Gesundheit unserer Gäste, der Bevölkerung in den Regionen und somit auch der vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen. Mit diesem Schritt erfolgt nun die maximale Konsequenz, Gesundheit steht an erster Stelle“, so Hörl.
Dieser bedankt sich bei allen Betrieben für den großen Einsatz und eine bis dato erfolgreiche Saison. „Das mag der einzige Wermutstropfen aus wirtschaftlicher Sicht sein: die Saison war bis zuletzt eine sehr gute und lässt somit hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. Jetzt gilt es, auf das Wohl aller zu achten und diesem Ziel alles andere unterzuordnen“, betont Hörl. „Besonders der Tourismus und die Seilbahnen nehmen hier eine wichtige Rolle ein: Wir sind Gastgeber mit Leib und Seele. Und als solche wollen wir nur das Beste für unsere Gäste!“


Auch das Land Salzburg hat am Donnerstagabend die Notbremse gezogen

Wirtschaftliche Konsequenzen weitreichend
Es ist eine Entscheidung von historischem Ausmaß. Sie sei entsprechend schwer gefallen, sagte Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) im SN-Gespräch. Die Konsequenzen seien "wirtschaftlich weitreichend", trotzdem würden sie von "allen mitgetragen". Letztlich stehe die Gesundheit der Gäste, aber auch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Salzburger Bevölkerung ganz oben auf der Prioritätenliste. "Wir müssen jetzt alles tun, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen", sagte Haslauer. Den Gästen solle aber eine sichere und geordnete Rückreise ermöglicht werden.

„Wir werden das verkraften"
Eine freiwillige Schließung hatten die Seilbahner bis zuletzt ausgeschlossen. Sprecherin Veronika Scheffer sagte: „Wir fahren, außer es wird von der Behörde die Schließung verordnet." Das hatte auch Haftungsgründe. Schließt man „freiwillig", wären wohl Entschädigungen an Saisonkartenbesitzer zu zahlen. Den Großteil des Umsatzes haben die Seilbahner ohnehin schon eingefahren. Willi Leitinger von den Loferer Bergbahnen: „Wir werden das verkraften." Die bisherige Saison sei sehr gut gelaufen. Die zweite Märzhälfte ist, wenn Ostern in den April fällt, ohnehin schwach. Und die relativ späte Osterwoche wäre auch schwierig geworden, so Leitinger. „80 bis 85 Prozent des Umsatzes werden von 20. Dezember bis 5. März gemacht." Auch Scheffer sagt, 80 Prozent seien eingefahren. Unter dem Strich werden manche Liftunternehmen im Vergleich zum Winter 2018/19, wo wegen des Schneechaos ein Teil des wichtigen Jänner wegfiel, keine Verluste haben.


Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus (COVID-19)

Waschen Sie Ihre Hände häufig! Reinigen Sie Ihre Hände regelmäßig und gründlich mit einer Seife oder einem Desinfektionsmittel.
Halten Sie Distanz! Halten Sie einen Abstand von mindestens einem Meter zwischen sich und allen anderen Personen ein, die husten oder niesen.
Berühren Sie nicht Augen, Nase und Mund! Hände können Viren aufnehmen und das Virus im Gesicht übertragen!
Achten Sie auf Atemhygiene! Halten Sie beim Husten oder Niesen Mund und Nase mit gebeugtem Ellbogen oder einem Taschentuch bedeckt und entsorgen Sie dieses sofort.

Wenn Sie Symptome aufweisen oder befürchten erkrankt zu sein, bleiben Sie zu Hause und wählen Sie bitte 1450.