6 | 2023 sbt 45 hofer konzipierte Solarpark besteht aus 15 unterschiedlich großen, schräg angelegten Solarbäumen, die neben ihrer Funktionalität auch ein optisches Highlight darstellen. Jeder Baum besteht aus zwölf Paneelen, die 6,72 Kilowatt-Peak erzeugen. In Summe wird eine Gesamtleistung von rund 100 Kilowatt-Peak generiert. Die Solarbäume verbrauchen keine zusätzliche Grünfläche, sondern werden in den bestehenden Parkplatz integriert. Gleichzeitig gehen keine Stellplätze verloren und die Parkflächen profitieren zudem von einer teilweisen Beschattung durch die Solarpaneele. Die Modulflächen sind in einem Winkel von 60 Grad ausgerichtet, sodass der Schnee im Winter auf die Grünflächen des Parkplatzes abfallen kann und die Sicherheit der Autos gewährleistet ist. Mit der geplanten Bepflanzung der „Stämme“ ergibt sich ein organisches Gesamtbild. Als wichtiger Unterstützer des Pilotprojektes Solarpark Schlossalm ist die Gemeinde Bad Hofgastein als Partner mit im Boot. Effiziente Flächennutzung für Photovoltaik und Solarthermie Das Thema Solarenergie ist ein Leuchtturmprojekt der Gasteiner Bergbahnen. Viele Zahnräder greifen ineinander, um dem Ziel des klimaneutralen Skibetriebs mit großen Schritten näherzukommen. Eine große Rolle im Gesamtkonzept spielt die Nutzung von Eigendachflächen zur Energieerzeugung. Bereits jetzt sind die Schlossalm-Tal- und Mittelstation sowie die Stubnerkogel-Talstation mit Anlagen für Photovoltaik und Solarthermie bestückt. Weitere Module wurden in der Sommersaison 2023 umgesetzt an der Bergstation des Weitmoserlifts, der Talstation Hohe Scharte sowie an den Dächern der Aeroplan-Pumpstationen. Gemeinsam mit dem Solarpark Schlossalm ergibt sich dadurch eine Gesamtleistung von über 600 Kilowatt-Peak. Das bedeutet alleine im Vergleich zum Vorjahr eine beeindruckende Leistungssteigerung von 360 Prozent. BergbahnenVorstand Andreas Innerhofer plant, diese Werte auch weiterhin zu optimieren: „Wir evaluieren ständig, welche Flächen uns für die Energiegewinnung zur Verfügung stehen, und wollen diese dann mit dem größtmöglichen Output nutzen.“ E-Mobilität auf der Überholspur Parallel zum Ausbau der SonnenenergieNutzung wird auch die Entwicklung der E-Mobilität vorangetrieben. Den größten Anteil an CO2-Emissionen eines Skiurlaubs trägt die Anreise und hier ist es besonders die „letzte Meile“, die oftmals Probleme bereitet. Wer mit der Bahn nach Bad Gastein kommt, kann sich aufgrund der privilegierten Lage des Bahnhofs direkt von der danebenliegenden Stubnerkogelbahn aus ins Skivergnügen aufmachen – „train in – ski out“ vom Feinsten. Seit der Wintersaison 2022/23 sind darüber hinaus auch alle anderen Angebote der Gasteiner Bergbahnen bequem auf nachhaltige Weise erreichbar: Sechs EAutos können von Einheimischen und Gästen einfach und flexibel gemietet werden, zudem verfügt Skigastein über eine der größten E-Ladeinfrastrukturen Salzburgs. Mit dem Projekt Solarpark werden die zehn bestehenden Ladepunkte am Parkplatz Schlossalm um 15 Ladestationen mit je 22 Kilowatt-Peak erweitert. Diese sind öffentlich zugänglich und werden in Kooperation mit der Salzburg AG realisiert. In Sportgastein stehen sechs ELadestationen – übrigens die höchstgelegenen im ganzen Salzburger Land – und im Bereich Angertal drei Ladepunkte zur Verfügung. E-Bike-Begeisterte finden bei der Stubnerkogelbahn jeweils drei Ladestationen an der Tal- und Bergstation. „Getankt“ wird 100 Prozent Ökostrom. „Wir wollen die nötige Infrastruktur schaffen, um Gästen wie Einheimischen einen einfachen und bequemen Zugang zu nachhaltiger Mobilität im Gasteinertal zu bieten. Unsere Erfahrungen zeigen uns, dass das Angebot sehr gut angenommen wird“, so Vorstand Andreas Innerhofer. Nachhaltigkeitsprojekte der Gasteiner Bergbahnen AG im Überblick Als Unternehmen sind sich die Gasteiner Bergbahnen ihrer Verantwortung für die Gasteiner Bergwelt bewusst und setzen kontinuierlich Schritte, um Besucher:innen ein nachhaltiges Bergerlebnis für Generationen zu ermöglichen. Um Ressourcen zu schonen, ohne dabei Abstriche bei der Pistenqualität machen zu müssen, setzen die Gasteiner Bergbahnen etwa auf effizientes Schneemanagement. Bei der Beschneiung kommen datengestützte Schneehöhenmessungen und Schneezäune zum Einsatz, um Schnee punktgenau produzieren und halten zu können. Auch die Förderleistung der Seilbahnen wird gezielt reguliert und orientiert sich an den jeweiligen Personenströmen, um Energieverluste zu vermeiden. Und im Sommer werden in Zusammenarbeit mit Partnern in der Land- und Forstwirtschaft Maßnahmen im Bereich Waldpflege, Aufforstung und Bodenaktivierung gesetzt. Bereits heute stammt die Energie, die das Skigebiet verbraucht, ausschließlich aus erneuerbaren Quellen. Neben dem zu 100 % zertifizierten Ökostrom, den die Gasteiner Bergbahnen von der Salzburg AG und dem E-Werk Bad Hofgastein beziehen, produziert die Liftgesellschaft ihren Strom zunehmend selbst. BUSINESS & MARKETING Ing. Andreas Innerhofer, MSc Vorstand der Gasteiner Bergbahnen AG «Der neue Solarpark an der SchlossalmTalstation bringt uns einen großen Schritt voran, um weitere Ressourcen zu schonen und das Gasteiner Bergerlebnis nachhaltig zu gestalten.»
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