20 2 | 2026 Passagiere pro Tag befördert, 2007 die erste Seilbahn in China auf die Große Mauer, 2010 die Seilbahnverbindung von Roosevelt Island zum Island von Manhattan, oder 2020 Ain Dubai Riesenrad in Dubai und viele andere mehr. POMA ist in 90 Ländern auf allen fünf Kontinenten mit nahezu 8.000 errichteten Anlagen mit einer Beförderungskapazität von mehr als 6,5 Millionen Passagieren in der Stunde und 25 Niederlassungen vertreten. 1.650 Mitarbeiter, 70 Prozent davon in Frankreich beschäftigt, erwirtschaften einen Umsatz in dreistelliger Millionenhöhe. (alle Zahlen 2024 nach Eigenangaben von POMA) POMA agiert autonom als französischer Seilbahnhersteller mit eigenständiger Marke unter dem Dach der HTI-Gruppe. In der strategischen Ausrichtung innerhalb der Gruppe konzentriert sich POMA stark auf den französischen bzw. französischsprachigen Markt, urbane Seilbahnsysteme und internationale Großprojekte. Zur Verbesserung der operativen Konsistenz und Klarheit hat POMA zum 1. Februar 2026 seine Produktionsaktivitäten durch die Fusion mit den Tochtergesellschaften POMA Savoie (ehemals SACMI) und POMA MontBlanc (ehemals SEMER) in einer einheitlichen Rechtsstruktur gebündelt. Durch diesen Schritt konsolidiert die POMA-Gruppe gemeinsam mit dem Tochterunternehmen COMAG, einem Spezialunternehmen für Installationen und Wartung von Seilbahnanlagen, die Kontrolle über die gesamte Wertschöpfungskette. POMA verfügt über vier Industrieanlagen in Auvergne Rhone-Alpes mit 100.000 m². Die Marktpräsenz von POMA ist besonders stark in Frankreich, Asien, Lateinamerika und bei Großprojekten wie Riesenrädern (z.B. Ain Dubai). In einem komplementären Knowhow-Verbund liefert POMA einen wertvollen Beitrag zu einer führenden Position von HTI bei Installationen neuer Seilbahnanlagen auf der ganzen Welt. Herr Fabien Felli, sie haben Erfahrun‑ gen in Hochtechnologie-Unternehmen unterschiedlicher Provenienz – Airbus und POMA/HTI – sammeln können. Wo erkennen sie Verbindendes und wo Un‑ terschiedliches? Es gibt eine ganz offensichtliche Verbindung zwischen diesen beiden Technologie-Welten. Ihre Langlebigkeit baut auf gemeinsamen Säulen wie Beherrschung einzigartiger Technologien, Sicherheitsrisikomanagement, einem offenen Unternehmensgeist aus einer Mischung verschiedener europäischer Kulturen sowie Weitergabe von Expertise über Generationen hinweg. Der wichtigste Unterschied liegt in der Struktur der Entscheidungsfindung. Airbus ist eine „ziemlich große Institution“ mit drei europäischen Staaten als Aktionäre, welche die Entscheidungen treiben. POMA ist ein Unternehmen im Familienbesitz. Das ermöglicht uns auf eine langfristige Strategie zu bauen und dabei gleichzeitig die schnelle Entscheidungsfindung aufrecht zu erhalten, was unbedingt erforderlich ist für die Anpassung in der heute schnelllebigen Welt. Herr Fabien Felli, was sind nach ihrer Meinung die besonderen Stärken von POMA? POMAs Stärken liegen in der Pionier-DNA und in seiner Kundennähe, ob dies am Heimatmarkt Frankreich ist oder bei über 25 Niederlassungen für unsere internationalen Kunden in China, Kolumbien, den Vereinigten Staaten, Ägypten oder Vietnam und weitere. Wir haben die Fähigkeit, die Grenzen INTERVIEW Dr. Josef Burger und Fabien Felli mit der Gastgeberin Signe Reisch vom Rasmushof am Fuße des Hahnenkamms.
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