2 | 2026 21 unseres Engineerings so weit auszudehnen, um komplexe Projekte auf der anderen Seite der Welt zu realisieren, wie zum Beispiel das größte Riesenrad der Welt in Dubai oder unsere Errungenschaften in London und Las Vegas. POMA hat auch die Fähigkeit, sich selbst neu zu erfinden: wir sind zum führenden Betreiber von urbanen Seilbahnen mit ungefähr 1.000 Mitarbeitern, die den Betrieb und die Wartung sicherstellen; so zum Beispiel in der Dominikanischen Republik, mehr als 300 Mitarbeiter arbeiten an den Netzwerken in Santo Domingo und Santiago de los Caballeros. Diese Expertise kommt auch in Ecuador und Peru wie auch in Ajaccio zur Anwendung. Darüber hinaus ist unser Bekenntnis zur Nachhaltigkeit ein zentrales Anliegen durch die Initiative LIFE (Low Impact For Environment = geringe Auswirkung auf die Umwelt) Herr Fabien Felli, welche Vorteile erken‑ nen sie für POMA durch die Integration in die HTI-Gruppe? POMA ist seit 26 Jahren Mitglied der HTIGruppe. Es ist ein Vermögenswert im soliden, loyalen und engagierten Familienbesitz, der fest von der Zukunft der Industrie in Europa überzeugt ist. Die Integration bietet uns eine kraftvolle Industrieplattform und die Stärke für laufende Innovation. Teil der HTIGruppe zu sein, bedeutet für uns, ein Modell zu pflegen, bei dem die Komplementarität der Arbeitsansätze und Kulturen zu einer kollektiven Stärke entwickelt wird, um eine Welt in raschem Wandel zu verstehen und sich anzupassen. Herr Fabien Felli, welche Entwicklungs‑ chancen sehen sie für POMA in der ur‑ banen Mobilität? Transport ist eine der wichtigen Serviceleistungen von Städten mit Nachhaltigkeitsschwerpunkt, wie Wasser- oder Energiemanagement. In Anbetracht von dicht bebauten Städten ist die Nutzung der „dritten Dimension“ eine nahe liegende Alternative, um Hindernisse in der Luft zu überwinden wie Topografie, Flüsse, Eisenbahnnetzwerke und andere. Seilbahnen sind ein relevanter intermodaler Lösungsansatz um Bus-, Straßenbahn- oder Metronetzwerke zu ergänzen. Während Latein Amerika die Bedeutung dieses Transportmittels bereits erkannt hat, ist Frankreich aktuell das aktivste europäische Land bei urbanen Seilbahnlösungen mit fünf urbanen Seilbahnanlagen, auch dank der „360-Grad“ Expertise von POMA in Bezug auf Design, Herstellung, Installation, Training und besonders in den Bereichen des Betriebes und der Wartung. Der Erfolg von Projekten wie jenem in Toulouse, wo der Bürgermeister bereits die Verlängerung nach Norden und Süden angekündigt hat, bestätigt, dass der beschleunigte Ausbau von urbanen Seilbahnlösungen auch in Europa bereits aktuell zur konkreten Realität geworden ist, der für die lokalen Behörden eine Rückversicherung darstellt. Wichtig ist auch anzufügen, dass der Know-how-Austausch zwischen alpinen und urbanen Seilbahnlösungen zu wechselseitigen Synergiegewinnen beiträgt. Herr Fabien Felli, welches Szenario pro‑ gnostizieren sie für den Skitourismus in 20 Jahren? Ich bin fest davon überzeugt, dass die Skiindustrie eine starke Zukunft hat. Dies beweist das kraftvolle Interesse, welches das Publikum gerade auch im heurigen Winter dem Skisport und der Erholung in herrlicher alpiner Winterlandschaft entgegengebracht hat. Die technologischen Fortschritte gerade beim Schneemanagement, insbesondere durch energiesparende Beschneianlagen, leistungsfähige modernste Pistenpräparierung und nicht zuletzt durch sehr komfortable und sichere Seilbahnanlagen werden diesen Trend unterstützen. Attraktive Sportevents wie die gerade abgehaltenen Olympischen Winterspiele in Milano/Cortina oder die 2030 in Frankreich stattfindende Winterolympiade oder die jährlichen internationalen Hahnenkammrennen in Kitzbühel werden das Interesse am Skisport weiter hochhalten und das auf weltweiter Basis. Wichtig ist auch, dass die bequeme und leistungsfähige Zu- und Abbringung der Wintersportgäste, aber auch der Einheimischen in die Skigebiete durch umweltfreundliche, öffentliche Verkehrsmittel weiterentwickelt wird. Vielen Dank Herr Felli für das informatiive und aufschlussreiche Gespräch in Kitzbühel. „POMAs Stärken liegen in der Pionier-DNA und in seiner Kundennähe.“ Fabien Felli Fabien und Sepp: Dank für exzellente Kooperation. Fotos: sbt - Markus Kaltenboeck (2)
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