82 2 | 2026 Blauer Himmel über Graz, frühlingshafte Temperaturen – und eine eigentlich winterliche Branche, die sich zum Saisonfinale versammelt hat, um Bilanz zu ziehen und nach vorne zu schauen. Dass das „Liftlerseminar“ der steirischen Seilbahnen heuer im April stattfand, passte gut. „Ich finde es eine tolle Sache, dass die Steirer ihre Veranstaltung am Ende der Wintersaison machen – sozusagen ein Erntedankfest“, meinte Franz Hörl, Fachverbandsobmann der Seilbahnen und aus Tirol angereist, mit einem Augenzwinkern. Zur Veranstaltung, zum letzten Mal begleitet vom scheidenden Fachgruppenobmann Fabrice Girardoni, waren hochkarätige Gäste gekommen, darunter Generalsekretär-Stellvertreter der WKÖ Thomas Spann, GF Bundessparte Transport und Verkehr Erik Wolf – der sich mit einer verdienten Ehrenurkunde heuer in den Ruhestand verabschiedet –, WK-Steiermark-Direktor KarlHeinz Dernoscheg sowie Johann Spreitzhofer, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der WKO Steiermark. SKI-NACHWUCHS, QUO VADIS? Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die wohl größte Frage, die die Branche weit über die Steiermark hinaus umtreibt: Wie schaut es aus mit dem Nachwuchs auf den Brett’ln? Einen analytischen Einstieg ins Thema lieferte Fabrice Girardoni, der die demografische Entwicklung und ihre Auswirkungen auf den Wintersport anhand einer Studie des Marktforschungsinstituts Manova skizzierte. Die zentrale Botschaft: Das Potenzial ist da, aber es wird sich verändern. Bis 2040 wächst die Bevölkerung in Österreich, gleichzeitig verschiebt sich aber ihre Zusammensetzung. „Wir haben künftig mehr potenzielle Gäste, aber andere als bisher“, fasste er zusammen. Der Knackpunkt liegt dabei in sozialen Dynamiken: Skifahren, so Girardoni, werde nach wie vor stark innerhalb der Familie „vererbt“, als gelebte Tradition, oft über Generationen hinweg. Doch dieser Mechanismus gerät ins Wanken. Mit dem steigenden Anteil von Menschen ohne Wintersportbezug wächst die Zahl jener, die später eher nicht auf den Brett’ln stehen. 1. Reihe Links: v. l. n. r.: Karl-Heinz Dernoscheg (Direktor Wirtschaftskammer Steiermark), Abg.z.NR Franz Hörl (Fachverbands Obmann Seilbahnen), Mag. Thomas Spann (Generalsekretär Stellvertreter Wirtschaftskammer Österreich), Mag. Eva Maria Kroismayr-Baier (Abgeordnete zum Steirischen Landtag), 1. Reihe Rechts: v. l. n. r.: Mag. Fabrice Girardoni (Stuhleck Bergbahnen), Mag. Daniel Berchthaller (Obmann der steirischen Seilbahnunternehmer / Reiteralm Bergbahnen), Gabriele Grandl (Betreuerin von Young Styria, Geschäftsführerin von Spirit of Regions), MMag. Dr. Andreas Hausberger (Bildungsdirektion Steiermark). Beim „Liftlerseminar“ der steirischen Seilbahnen am 1. April 2026 im Aiola im Schloss in Graz traf sich die Branche zum Saisonfinale und warf einen Blick nach vorn. Zwischen demografischem Wandel, neuen Zielgruppen und der Frage, wie sich das „Skifahr-Gen“ künftig aktivieren lässt, spannte sich der inhaltliche Bogen der Veranstaltung. Die Keynote lieferte Andreas Hausberger von der Bildungsdirektion Steiermark zur Rolle des Schulsports. Gleichzeitig markierte die Veranstaltung die offizielle Übergabe der Obmannschaft von Fabrice Girardoni an Daniel Berchthaller. Das Skifahr-Gen aktivieren! EVENTS
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