s&bt Magazin Ausgabe 02 | 26

2 | 2026 83 „Wenn wir es nicht schaffen, neue Kanäle zu aktivieren, verlieren wir“, warnte er – und bezifferte das mögliche Minus mit rund neun Prozent bis 2040. Gelingt es hingegen, neue Zielgruppen – insbesondere Menschen mit Migrationshintergrund – für den Wintersport zu begeistern, könne das aktuelle Niveau gehalten werden. Die Herausforderung sei also weniger ein Schrumpfen des Marktes als vielmehr seine Transformation: „Wir müssen das Skifahr-Gen aktivieren – bei mehr Menschen als bisher.“ DIE SCHULE ALS SKI-EINSTIEG NR. 1 Wie das gelingen kann, zeigte der anschließende Beitrag aus der Praxis: Andreas Hausberger, Fachinspektor für Bewegungserziehung und Sport an der Bildungsdirektion Steiermark, lenkte den Blick auf einen der wichtigsten Hebel: den Schulsport. Mit mehr als 50.000 teilnehmenden Schüler:innen jährlich sei die Schule „die größte Skischule Österreichs“, betonte er. Und: Sie ist oft auch die einzige. Denn während familiäre Skifahr-Traditionen brüchiger werden, gewinnt die „institutionelle Vermittlung“ an Bedeutung, sprich: Schulskikurse und Wintersportwochen. Dort gehe es für die Kinder außerdem nicht nur um Technik und Bewegung, sondern auch um Gemeinschaft, Selbstvertrauen und erste Erfahrungen fernab von zu Hause: „Diese Erlebnisse bleiben oft ein Leben lang in Erinnerung“, so Hausberger. Gerade für Kinder ohne familiären Bezug zum Wintersport sei dieser Erstkontakt entscheidend. Projekte wie „Kinder zum Schnee“ setzen hier an: Sie sind niedrigschwellig und gemeinschaftlich organisiert. „Wir müssen in den Volksschulen beginnen, am besten noch im Kindergarten, denn dort entsteht die Faszination für die Natur, den Schnee und die Bewegung“, betonte Hausberger. Dass die Nachfrage grundsätzlich vorhanden ist, zeigen die Zahlen: steigende Teilnehmer:innenzahlen bei Schulbewerben, große Resonanz auf Initiativen und eine hohe Inanspruchnahme von Förderprogrammen. LIVE-UMFRAGE BESTÄTIGT STOSSRICHTUNG Die Ergebnisse einer Live-Umfrage mittels Smartphone, die während der Veranstaltung unter den Gästen lief, wurden am Ende enthüllt – und sie bestätigten die Analysen: Die Frage, wie die Teilnehmenden einen bestimmten Investitionsbetrag aufteilen würden, ergab folgendes Ranking: 1. Familienangebote, 2. Skikurse, 3. Internationale Gäste: alles in allem ein starkes Indiz dafür, in welche Richtung die Reise geht.  Mag. Daniel Berchthaller (Obmann der steir. Seilbahnunternehmer/Reiteralm Bergbahnen), Karl-Heinz Dernoscheg (Dir. WKO Steiermark), Mag. Eva Maria Kroismayr-Baier (Abg. zum Steir. Landtag), Mag. Fabrice Girardoni (Stuhleck Bergbahnen), Dr. Erik Wolf (GF der Bundessparte Transport und Verkehr / Fachverbandsgf. Seilbahnen Österreich), Mag. Thomas Spann (Generalsekretär-Stv.‚ WKO), Abg.z.NR Franz Hörl (Fachverbandsobmann Seilbahnen).  Musikalische Begleitung + top Moderation von Oliver Zeisberger. Fotos: Lunghammer (3)

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