s&bt Magazin Ausgabe 12 | 23

6 | 2023 sbt 23 speziellen Konstruktion der Bergstation und der obersten Stützen bedarf, die sich mit dem Berg mitbewegen. Dies wird dadurch erreicht, dass die Bergstation und die obersten Stützen in einer Betonwanne stehen, die wie ein Boot auf einem See mit Strömung und Wind mitgehen und dies bis zu elf Meter in der Horizontalen und neun Meter in der Vertikalen. Auch die übrigen Seilbahnstützen bis zur Mittelstation sind auf Verschiebechassis anpassbar. Ein GPS-gestütztes System schickt laufend aktuelle Lagedaten von der Bergstation der Gletscherbahn an die zuständigen Geologen, Webcams und Satelliten überwachen das Gebiet, Geophone messen Mikro-Erschütterungen in der Tiefe. Durch dieses ausgeklügelte Überwachungssystem zählt die Gletscherbahn Moosfluh zu den sichersten Verkehrsmitteln in der Schweiz. Im Herbst 2017 entstand aus der Fusion der drei Bergbahnen Aletsch Riederalp Bahnen AG, Bettmeralp Bahnen AG und Luftseilbahn Fiesch-Eggishorn AG in der Aletsch Arena die neue Bahngesellschaft Aletsch Bahnen AG. Nach seiner Funktion als CEO bei der Aletsch Bahnen Management AG hat der Verwaltungsrat der Aletsch Bahnen AG Valentin König zum CEO und Vorsitzenden der Geschäftsleitung der neuen Bahngesellschaft ernannt. Valentin König wurde die operative Verantwortung für die Führung der Aletsch Bahnen AG, insbesondere für die Umsetzung der neuen Unternehmensausrichtung und -entwicklung sowie für die Aufsetzung einer neuen Unternehmensorganisation übertragen. Sehr ehrenvoll ist für Valentin König, dass er nicht nur zum Vizepräsidenten der Walliser Bergbahnen, sondern auch zum Vizepräsidenten des Branchenverbandes Seilbahnen Schweiz bestellt ist. Die Aletsch Bahnen AG folgen in ihrer unternehmerischen Tätigkeit dem klaren Strategiekonzept 2022 – 2025, welches vom Verwaltungsrat in enger Kooperation und mit Unterstützung durch Valentin König als CEO und den anderen Mitgliedern der Geschäftsleitung ausgearbeitet und umgesetzt wird. Die Gesamtstrategie umfasst die Geschäftsstrategien, die funktionalen Strategien, die Supportstrategien, die Langfristperspektive 2035/2040 sowie die Umsetzungsagenda. Wesentliche Rahmenbedingung und Orientierung für die Unternehmensausrichtung bildet die strategisch-touristische Ausrichtung der Aletsch Arena. Diese ist in der Markenpositionierung „Das befreiendste Naturerlebnis der Alpen“ prägnant auf den Punkt gebracht. 2001 wurde der Aletschgletscher als „Swiss Alps Jungfrau-Aletsch“ von UNESCO zum ersten Weltnaturerbe gekürt. Die Veränderung des Klimas, bei der im Winter weniger Schnee fällt als im Sommer abschmilzt, steigende Temperaturen, die zum Auftauen des Permafrostes führen, hinterlassen jedoch auch am Grossen Aletsch Gletscher, dem größten Gletscher der Alpen, ihre Spuren: So verkürzt sich die Länge der Gletscherzunge während der letzten Jahre um rd. 50 m pro Jahr. Dessen ungeachtet ist der Aletschgletscher mit einer Länge von rd 20,0 km, einer Fläche von an die 80 km², mit einer Mächtigkeit von rd. 800m Tiefe am Konkordiaplatz von imposanter Dimension und speichert rd. ein Fünftel des gesamten Gletschervolumens der Schweiz. Das mit 104 km präparierte Pisten und 70 km gepfadeten Winterwanderwegen in einer Höhenlage zwischen rd. 2.000 m und 3.000 m Wintersportgebiet und einer bedarfsgerecht weiterentwickelten Beschneiungsanlage weist eine privilegierte Schnee- und damit wintersporttouristische Sicherheit auch für die in Zukunft nicht auszuschließenden weiteren klimatischen Herausforderungen auf. Der 2019 als Gemeinschaftsprojekt zwischen Aletsch Bahnen, Matterhorn Gotthard Bahn und dem Architekten Hans Ritz errichtete öffentliche Verkehrshub in Fiesch ist ein Vorzeigeprojekt für den öffentlichen und touristischen Verkehr, an dessen Verwirklichung Valentin König maßgeblich beteiligt war. In diesem Hub Signe Reisch, Valentin König, Dr. Josef Burger und Monika König am Fuße der Streif in Kitzbühel. Teil 8 aus der Reihe: Fachgespräche am Fuße des Hahnenkamms von Dr. Josef Burger INTERVIEW

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