26 sbt 6 | 2023 Was verstehen Sie konkret unter Klimaneutralität? Unsere oberste Prämisse ist es, unseren eigenen CO2-Ausstoß weitgehend zu minimieren, anstatt Klimaneutralität durch Kompensationszahlungen in internationale Fonds zu erreichen. Als ersten Schritt haben wir vor zwei Jahren eine CO2-Bilanz für unseren gesamten Betrieb erstellt, um unsere Emissionen zu analysieren und Optimierungspotenziale zu identifizieren. Gemeinsam mit einem wissenschaftlichen Beirat werden seither sinnvolle Maßnahmen zur Emissionsreduktion entwickelt und umgesetzt. Jener Anteil, der nicht reduziert werden kann, wird mit der Unterstützung von regionalen Klimafondsprojekten ausgeglichen werden. Seit wann wird der komplette Strom Ihrer Lift- und Beschneiungsanlagen aus 100 % erneuerbaren Energiequellen bezogen? Und nehmen Sie diesen Strom nicht anderen Beziehern weg? Wir beziehen bereits seit vielen Jahren „grünen“ Strom von der Salzburg AG. Welchen enormen Vorteil Strom aus erneuerbaren Energiequellen hat, wurde uns allerdings erst bei der Erstellung der CO2-Bilanz bewusst. Durch die Nutzung von Ökostrom sparen wir pro Jahr 9.800 Tonnen CO2 ein, was einer Reduktion von bis zu 70 % im Vergleich zum herkömmlichen österreichischen Strommix entspricht. Die technischen Anlagenparks der Salzburg AG sind so ausgerichtet, dass Lastspitzen von Großabnehmern jederzeit ausgeglichen werden können. Allein das Laufkraftwerk an der Salzach in St. Johann im Pongau produziert jährlich das Dreifache unseres Stromverbrauchs. Wie sieht es mit dem benötigten Wasser aus? Der Pongau ist eine wasserreiche Region, was auch diese hohe Stromerzeugungsmenge des Laufkraftwerkes St. Johann im Pongau ermöglicht. Dieses Laufkraftwerk ist nur eines von drei wichtigen Kleinwasserkraftwerken in der Region. Zudem sind unsere Anlagen und Prozesse darauf ausgerichtet, einen nachhaltigen Wasserkreislauf am Berg zu schaffen und den Großteil des benötigten Wassers für die Schneeerzeugung wiederzuverwenden. Moderne Beschneiungsanlagen erlauben es, ressourcensparend zu arbeiten. Das ist mitunter ein Grund, weshalb immer wieder in die Modernisierung der Anlagen investiert wird. Eine CO2-Bilanz der Snow Space Salzburg Bergbahnen ergab, dass mehr als 50 % des verbliebenen CO2-Ausstoßes auf die Pistenpräparierung fallen. Als Übergangslösung setzen Sie auf einen alternativen Kraftstoff für die bestehenden Pistenraupen, wodurch 90 % der EmisINTERVIEW Die Snow Space Salzburg Bergbahnen haben in ihrer Unternehmensstrategie das Ziel definiert, bis zum Winter 2025/2026 als Skigebiet klimaneutral aufzutreten. Snow Space Salzburg Vorstand Wolfgang Hettegger im Gespräch
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