6 | 2023 sbt 27 sionen gesenkt werden können. In der letzten Skisaison haben wir im Skigebietsteil Flachau testweise einen HVOKraftstoff, also hydriertes Pflanzenöl, zur Pistenpräparierung verwendet und Erfahrungen gesammelt. In der bevorstehenden Wintersaison sind wir so weit, den HVO-Kraftstoff flächendeckend einzusetzen. Auch dieser unterliegt Preisschwankungen und führt zu zusätzlichen Kosten. Aus unserer Sicht hat die damit verbundene Emissionsreduktion jedoch eine höhere Relevanz, sodass wir die entstehenden Mehrkosten in Kauf nehmen. Langfristig denken Sie an eine CO2freie Pistenpräparation durch den Einsatz von Wasserstoff, der angeblich sämtliche Kriterien für Leistungsbedarf und Reichweite erfüllt. Um 1 kg Wasserstoff zu erzeugen, sind für die Elektrolyse rund 53 KWh Strom notwendig, aber am Ende setzt er nur 39,6 KWh Energie frei. Es entsteht also ein Verlust von rund 26 %. Der Wirkungsgrad liegt demnach aktuell bei rund 74 %. Es ist bekannt, dass der Wirkungsgrad der Wasserstofftechnologie derzeit noch hinter jenem von Elektroantrieben liegt. Aus diesem Grund setzen wir überall dort, wo es möglich ist, auf E-Antriebe. Beispielsweise rüsten wir schrittweise unsere Skibusflotte und Mitarbeitershuttles auf Elektroantrieb um. Bei der Pistenpräparierung hält der Elektroantrieb den extremen Bedingungen, wie Einsätzen bei Temperaturen von bis zu -20 Grad Celsius und Motoren mit einer Leistung von über 500 PS, leider nicht stand. Deswegen greifen wir vorübergehend, wie bereits erwähnt, auf einen HVO-Kraftstoff zurück. Mittel- und langfristig betrachten wir den Wasserstoffantrieb für die Pistenpräparierung jedoch als äußerst vielverINTERVIEW Fotos: Snow Space Salzburg (3)
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